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Masterarbeit (wissenschaftlich) - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Der Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und Depression einer erwachsenen Bevölkerung in Österreich: Implikationen der Studie „BioPersMed“ für die Pflegeforschung und Pflegepraxis  
 Einleitung: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE), die im Wesentlichen vermeidbar sind, und Depressionen treten oft gleichzeitig auf und gelten als schwerwiegende Gesundheitsprobleme mit den häufigsten Ursachen für Invalidität. Depression wurde als kardiovaskulärer Risikofaktor anerkannt. Es gibt unterschiedliche Prävalenzen von kardiovaskulären Risikofaktoren und deren Behandlung und Prävention in Europa. Daher ist es wichtig zu erkennen, wo der Schwerpunkt der Prävention von HKE liegen sollte, um länderspezifische Programme zur Reduzierung der Belastung von HKE, insbesondere für Menschen mit Depressionen, umzusetzen. Es wird davon ausgegangen, dass es in Österreich keine Studie gibt, die den Zusammenhang zwischen Depression und kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht hat. Ziel dieser Studie ist es, den Zusammenhang zwischen den typischen kardiovaskulären Risikofaktoren Hypertonie, Body-Mass-Index (BMI) und Rauchen mit dem Schweregrad einer Depression bei einer erwachsenen österreichischen Bevölkerung zu untersuchen. Das zweite Ziel war es, geschlechtsbezogene Unterschiede zu identifizieren.
Methode: Die vorliegende Arbeit ist eine Querschnittsstudie, die die Basisdaten der Population aus dem K-Projekt/BioPersMed (The Biomarkers of Personalized Medicine) Projekt in Graz, Österreich untersucht. Die erste nicht-wahrscheinliche Rekrutierung begann in der Stadt Graz zwischen den Jahren 2011 und 2015 und führte zu einer Studienpopulation von 1.022 erwachsenen Männern und Frauen, die im Großraum Graz lebten. Drei Risikofaktoren von HKE wurden für diese Arbeit untersucht und zur ersten Erhebung von geschulten Ärzten und Ärzt*innen und Pflegepersonal bewertet: selbstberichtete Diagnose von Bluthochdruck, selbstberichteter Raucherstatus und BMI (kg/m²) durch die Messungen von Größe und Gewicht jedes Teilnehmers. Der PHQ-9 (Patient Health Questionnaire) wurde analysiert, indem der Gesamtscore-Wert in drei Gruppen umkodiert wurde. Deskriptive Statistik, statistische Korrelationsanalyse und eine ordinale Regressionsanalyse wurden durchgeführt. Ergebnisse: In die Datenanalyse wurden 977 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 57,3 Jahren eingeschlossen und mehr als die Hälfte der TeilnehmerInnen (56%) waren weiblich. Die Ergebnisse zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und dem Schweregrad der Depression (p<0,01), sowie bei allen drei kardiovaskulären Risikofaktoren für Männer und Übergewicht für Frauen. Menschen mit Bluthochdruck und erhöhtem BMI, angepasst an Alter, Geschlecht, Diagnose einer Depression und Rauchen, neigten mit höherer Wahrscheinlichkeit in eine höhere Depressionsstufe zu fallen (BMI: ein Anstieg der „Log Odds“ um 0,033, p<0.01; Hypertonie: Anstieg der „Log Odds“ um 0,339, p<0.5). Darüber hinaus neigten Männer weniger häufiger in eine höhere Depressionsstufe zu fallen als Frauen (Senkung der „Log Odds“ von 0.435, p<0.5).
Schlussfolgerung: Dies ist die erste Querschnittsstudie, die den Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und dem Schweregrad einer Depression bei einer erwachsenen österreichischen Bevölkerung, untersucht. Weitere Untersuchungen, bei denen Kausalität nachgewiesen werden kann, und Längsschnittanalysen in einer größeren Stichprobengröße, bei denen Generalisierbarkeit gegeben ist, werden empfohlen, um diese Ergebnisse gänzlich zu untersuchen und zu bestätigen. Die Wichtigkeit von Krankenpflegepersonen bei der Prävention von HKE ist feststehend, daher sollte ein Schwerpunkt auf die Verbesserung von Ressourcen, Programmen und Instrumenten zur Unterstützung der Interventionen von HKE in der Pflege gelegt werden. Des Weiteren sollte eine Agenda mit einer Orientierung und Prioritätensetzung in der kardiovaskulären Pflege für Pflegeforscher*innen, Förderagenturen und die Politik dienen.
 
 kardiovaskuläre Risikofaktoren, Depression, PHQ-9, Bluthochdruck, BMI, Rauchen  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Hinterbuchner, Karin; BScN
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 066 331 Masterstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc
  Lohrmann, Christa; Univ.-Prof. Dr.rer.cur.