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Bibliografische Informationen
 Dehydration bei stationären Patienten und Patientinnen  
 Hintergrund: Die Zahl der stationären Krankenhausaufenthalte lag in Österreich im Jahr 2018 bei 2 704 941. 7,8% dieser Aufenthalte machten PatientInnen aus, welche aufgrund einer Dehydration eingeliefert und stationär aufgenommen werden mussten. Vor allem ältere Personen sind durch altersbedingte Körperveränderungen eine besonders gefährdete Gruppe. Eine Dehydration kann negative Folgen wie Stürze, Harnwegsinfekte und im schlimmsten Fall den Tod mit sich bringen. Auch erhöhte Kosten für das Gesundheitssystem können aufgrund von Dehydration entstehen.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist es, basierend auf aktueller Literatur, Prävalenz, Risikofaktoren sowie Interventionen zur Prävention von Dehydration bei stationären Patienten und Patientinnen aufzuzeigen.

Methode: Ein Literaturreview wurde durchgeführt. Die Recherche beschränkte sich auf die Jahre 2004 bis 2019 und wurde in der Datenbank “PubMed“ durchgeführt. Erweitert wurde die Recherche mit der Suchmaschine "Google Scholar". Alle Studien wurden mittels eines standardisierten Bewertungsbogens auf ihre Qualität überprüft. Insgesamt wurden 7 Studien in die vorliegende Übersichtsarbeit inkludiert.

Ergebnisse: Die Prävalenz von Dehydration bei stationären PatientInnen lag zwischen 16,3% und 36%. Risikofaktoren sind ein hohes Alter, das weibliche Geschlecht sowie die Verabreichung von Diuretika. Unterschiedlichste Methoden sowie Checklisten zur Erhebung eines Dehydrationsrisikos bei stationären PatientInnen wurden identifiziert. Präventive Maßnahmen wie zum Beispiel das Anlegen einer Flüssigkeitsbilanzierung können dazu beitragen, eine Dehydration bei hospitalisierten Personen zu vermeiden.

Schlussfolgerung: Das Wissen über mögliche Risikofaktoren ist essenziell, um eine Dehydration präventiv zu verhindern. Die Erkennung erster Anzeichen einer Dehydration ist eine wichtige Aufgabe von Pflegepersonen. Durch präventive pflegerische Maßnahmen kann einer Dehydration entgegengewirkt werden, jedoch fehlen vertrauenswürdige Studien, um eine sichere Empfehlung abgeben zu können. Zukünftig sollten daher noch weitere Studien, insbesondere zu Effektivität von Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden.
 
 Dehydration, Krankenhaus, Prävalenz, Risikofaktoren, Maßnahmen  
 
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Autoren / Co-Autoren
  Lanz, Katharina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Eglseer, Doris; Univ.-Ass. Dr.rer.cur. BBsc MSc