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Bibliografische Informationen
 Prostatektomie: Pflegerische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Männern mit Inkontinenz und erektiler Dysfunktion  
 Hintergrund: In Österreich ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Eine sichere Behandlungsmethode ist die operative Entfernung der Prostata – die Prostatektomie. Jedoch lassen sich Nebenwirkungen wie die Harninkontinenz oder die erektile Dysfunktion nicht immer vermeiden.

Ziel: Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, welche pflegerischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität von Männern mit Inkontinenz und erektiler Dysfunktion nach der Prostatektomie angewendet werden können.

Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Literatur wurde in der Zeit von Oktober bis Dezember 2019 in den Datenbanken Pubmed und Cinahl mit den Schlüsselwörtern prostatectomy, patient education, nurs*, incontinence und erectile dysfunction gesucht und kritisch bewertet. Um die Suche zu erweitern erfolgte eine Handsuche auf Google Scholar sowie in Referenzlisten von inkludierten Studien. Insgesamt entsprachen neun Studien den Ein- und Ausschlusskriterien und konnten in die Bachelorarbeit inkludiert werden.

Ergebnisse: Die präoperative Aufklärung über mögliche Komplikationen nach der Prostatektomie ist sehr wichtig. Patienten wünschen nicht nur durch die Ärztin oder den Arzt aufgeklärt zu werden, sondern auch durch das Pflegepersonal. Zur Verbesserung der Lebensqualität tragen auch die Anleitung zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur sowie die psychosoziale Unterstützung bei. Nach dem Krankenhausaufenthalt erleichtern erweiterte Pflegeprogramme, welche durch Krankenpflegepersonen durchgeführt werden, das Leben nach der Prostatektomie.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Arbeit haben gezeigt, dass mögliche Komplikationen sehr weitreichend sind und nicht nur den Patienten selbst betreffen, sondern auch deren Partnerinnen und Partner. Die Aufklärung über mögliche Komplikationen sollte vor, während sowie nach der Behandlung geschehen und die Partnerinnen und Partner sollen so früh wie möglich miteinbezogen werden. Weitere wichtige Punkte sind die Durchführung des Beckenbodenmuskeltrainings sowie die psychosoziale Unterstützung durch das Pflegepersonal sowie durch die Partnerin oder den Partner.

Empfehlungen für die Forschung und Praxis: Es wäre sinnvoll, weitere Studien in Bezug auf pflegerische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität nach der Prostatektomie durchzuführen, da die Harninkontinenz und die erektile Dysfunktion eine Belastung und somit Einschränkung in der Lebensqualität sind. Für die Praxis wäre es eine Überlegung das Modell der „prostate cancer nurse specialist“ zu implementieren. Vergleichbar wäre dies mit der „Breast Care Nurse“ für Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs, welche für Betroffene von unschätzbarem Wert ist.
 
 Prostatektomie, pflegerische Maßnahmen, Lebensqualität, Inkontinenz, erektile Dysfunktion  
 
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Autoren / Co-Autoren
  Paulitsch, Iris
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Consolati, Monika; Mag. BScN.