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Bibliografische Informationen
 Digitale Kompetenzen der Pflege für die Anwendung von neuen Technologien: ein Literaturreview  
 Hintergrund
Durch den jährlichen Bevölkerungszuwachs weltweit und die höhere Lebenserwartung in westlichen Ländern, nimmt auch die Zahl an älteren, oft pflegebedürftigen Personen zu. Damit die Betreuungsleistungen entsprechend gewährleistet werden können, wird zukünftig eine größere Menge an Gesundheitspersonal notwendig sein. Da diese benötigte Anzahl an Pflegepersonen zukünftig eventuell nicht mehr gedeckt werden kann, wird die Technik einen immer relevanteren Stellenwert in der Pflege einnehmen. Durch die zunehmende Digitalisierung kann die Pflege in ihrer Tätigkeit unterstützt werden, denn mithilfe von verschiedenen Technologien können viele Arbeitsprozesse vereinfacht werden. Für die Nutzung dieser neuen Technologien, werden seitens der Pflege viele neue Fähigkeiten, die sogenannten „digitalen Kompetenzen“, gefordert.
Es existieren bereits verschiedene Primärstudien und Reviews, die unterschiedliche digitale Kompetenzen von Pflegefachpersonen definieren und unter verschiedenen Aspekten betrachten. Keine dieser Studien inkludierte alle Settings, Designs und Interventionen.

Ziel
Ziel dieser Bachelorarbeit ist das Beschreiben von digitalen Kompetenzen, welche die Pflege für die Anwendung von neuen Technologien benötigen.

Methode
Als Methode wurde ein Literaturreview gewählt. Die Recherche fand in den Daten-banken „CINHAL“, „PubMed“, „IEEE Xplore“ und „ISI Web of Science“ statt. Zusätzlich wurde in der Suchmaschine „Google Scholar“, der sozialen Plattform „ResearchGate“ und mit Handsuche in den Referenzlisten nach Literatur gesucht. Inkludiert wurden nur Studien, die zwischen Jänner 2014 und Oktober 2019 veröffentlicht wurden. Die ausgewählten Studien wurden im Anschluss kritisch auf ihre Qualität hin überprüft.

Ergebnisse
Insgesamt wurden 13 Studien inkludiert. Die Ergebnisse zeigen folgende digitale Kompetenzbereiche, welche für die Pflege in der Anwendung von neuen Technologien relevant sind, auf: Edukation & Information, persönliche Eigenschaften, Rahmenbedingungen & Umfeld, Datensicherheit & Ethik sowie Medien, Kommunikation & Kooperation.

Schlussfolgerung
Es wurden 5 Kompetenzbereiche identifiziert, wobei der Kompetenzbereich „Edukation & Information“ bei 12 von 13 inkludierten Studien thematisiert wurde. Daher gilt die Bildung als besonders essenzieller Faktor, für die Aneignung und Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen. Für die Praxis wird empfohlen, dass digitale Kompetenzen schon in der Grundausbildung der Pflege gelehrt werden. Des Weiteren werden Fort- und Weiterbildungen für Pflegepersonen empfohlen, um aktuelle digitale Kompetenzen und theoretische Kenntnisse gewährleisten zu können. Für die Forschung wird eine vermehrte Anzahl an Interventionsstudien empfohlen, die den Effekt von sozialen Medien auf das Lernen untersuchen.
 
 digitale Gesundheitskompetenz, Pflege, Technologien  
 
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Autoren / Co-Autoren
  Fülöp, Eszter
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Schüssler, Sandra; Sen.Scientist Dr.rer.cur. BSc MSc