Loading
Medizinische Universität Graz   Hilfe

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Bachelorarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Palliativpflege im Regenbogenspektrum - falsche Vorstellungen über und Herausforderungen in der Pflege von LGBTQ+ PatientInnen  
 Hintergrund: Die Anzahl der Menschen, die sich zu den Mitglieder der LGBTQ+ Community zählen, ist in den USA zwischen 2012 und 2016 von 3.5% auf 4.1% gestiegen. Aufgrund der Angst vor der zu erwartenden Diskriminierung, Stereotypisierung und den negativen Erfahrungen, die im Gesundheitsbereich bereits gemacht wurden, versuchen die Mitglieder der LGBTQ+ Community den Kontakt mit dem Gesundheitssystem so weit wie möglich zu vermeiden. Dies führt dazu, dass PatientInnen, die sich als LGBTQ+ identifizieren, erst später das Health Care Setting aufsuchen und mit fortgeschritteneren, lebensbedrohlichen Krankheiten in die Pflegebedürftigkeit eintreten. Das bedeutet, dass diese PatientInnen meist bereits Pflege im Palliativsetting in Anspruch nehmen.

Ziel: Ziel dieser Arbeit ist es die erlebten Erfahrungen der LGBTQ+ PatientInnen im Palliativsetting zu beschreiben und zu klären inwiefern Stereotypen und Vorurteile des diplomierten Gesundheits- und Pflegepersonal gegenüber dieser Patientengruppe die Qualität der Pflege beeinflussen.

Methode: Die Literatursuche wurde im Oktober 2019 durchgeführt. Die Datenbanken PubMed und CINAHL wurden dafür herangezogen. Die Suche wurde durch eine Handsuche und eine Suche im Google Scholar supplementiert. 213 Studien wurden als relevant identifiziert, wobei 14 der Studien in den Ergebnissen inkludiert wurden, nachdem sie kritisch bewertet wurden.

Ergebnisse: Die Resultate wurden in drei Kategorien gegliedert: Heteronormativität, Diskrimination/Outing und Familie/nächste Angehörige. Heteronormativität inkludiert Annahmen von Heterosexualität und im Zusammenhang dazu, eine nicht patientenorientierte Pflege und Behandlung. Diskriminierung/Outing inkludiert, dass sich LGBTQ+ PatientInnen nicht im Gesundheitssetting outen, um Diskriminierung zu vermeiden. Familie/nächste Angehörige inkludiert, dass die Angehörigen der gewählten Familie nicht in ihren Trauerprozessen unterstützt werden und die letzten Wünsche der PatientInnen von der biologischen Familie nicht berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung: Die Stereotypisierung und Diskriminierung der LGBTQ+ PatientInnen von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen wirkt sich negativ auf die Qualität der Pflege dieser PatientInnen-Gruppe aus.
 
 stereotypes, bias, quality of care, palliative care, LGBTQ+  
 
 –  
Autoren / Co-Autoren
  Berger, Julia Theresia
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Schüttengruber, Gerhilde; BSc MSc