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Bachelorarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Sicherung der Palliativversorgung bei vulnerablen Gruppen, insbesondere Menschen ohne Obdach  
 Hintergrund: Die Obdachlosenzahl liegt in Österreich bei rund 13.900 Personen. Diese Menschen erfahren in vielen Dingen des alltäglichen Lebens Benachteiligung. Sei es am Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche oder auch im Gesundheitswesen. Der Zugang ist erschwert, die Behandlungen mangelhaft und der zwischenmenschliche Umgang nicht immer respektvoll. Aufgrund der Normalität des Sterbens auf der Straße und der Unwissenheit, an wen man sich am Lebensende wenden soll, sterben viele unter weniger würdevollen Bedingungen. Ziel: Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Barrieren, Pflegebedürfnisse und Praxisempfehlungen bezüglich des Zugangs zu Palliativversorgung und Hospiz für Menschen ohne festen Wohnsitz kundzugeben. Der Schwerpunkt liegt dabei, auf den individuellen Lebens- und Verhaltensweisen und den Wünschen dieser Gruppe am Lebensende. Dies soll der Pflege einen Anhaltspunkt vermitteln, um den Weg dieser Menschen würdevoller gestalten zu können. Methode: Anhand eines Literaturreviews sollen die Barrieren, die Menschen ohne Obdach beim Zugang zu Gesundheits- und Palliativversorgung überwinden müssen und deren Wünsche am Lebensende dargestellt werden. Die Recherche wurde in den Datenbanken PubMed und CINAHL durchgeführt. Weiteres wurde auch in GoogleScholar eine Handsuche durchgeführt. Die Suche ergab 10 passende Studien. Im Anschluss wurden die ausgewählten Studien mit Hilfe des MMAT Bewertungsbogen bewertet. Ergebnisse: Für Menschen ohne Obdach ergibt sich durch zu strenge Auflagen und Verhaltensregeln in Institutionen, durch das Unverständnis und Unwissen seitens der Gesundheitsdienstleister gegenüber Obdachlosen und deren speziellen Verhaltensmuster und Bedürfnissen und durch Identifikationsprobleme ein erschwerter Zugang zu Gesundheitsdiensten und Palliativpflege. Der Mangel an spezialisierten Diensten behindert zudem die richtige Betreuung dieser Menschen. Auch die Vorstellungen, wie Pflege und insbesondere Palliativpflege von statten gehen soll, variiert stark zwischen Pflegepersonen und obdachlosen Menschen. Schlussfolgerung: Die Wünsche und Ängste der Obdachlosen sind denen der restlichen Bevölkerung sehr ähnlich. Der Zugang zur Gesundheits- und Palliativversorgung ist deutlich erschwert und muss an die speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe angepasst werden.  
 homeless; palliative care  
 
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Autoren / Co-Autoren
  Fasching, Laura
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Schüttengruber, Gerhilde; BSc MSc