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Bibliografische Informationen
 Psychosoziale Belastungen von Pflegepersonen auf der Erwachsenenintensivstation – Ein Literaturreview  
 Hintergrund: Aus der zunehmenden Lebenserwartung und dem Anstieg von chronischen Erkrankungen in der Bevölkerung resultiert ein erhöhter Pflegebedarf. Situationen in der Pflegepraxis werden immer komplexer. Infolgedessen wird der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften kontinuierlich steigen. Mit dem Dienstleistungsberuf „Pflege“ gehen speziell physische, psychische und soziale Belastungen einher. Diese Belastungen führen zu Stress. Dieser mündet in Folgeerkrankungen, verminderter Qualität der Betreuung, Fluktuation und dadurch zu hohen Kosten für Gesundheitseinrichtungen. Das Setting Intensivstation gilt dabei als besonders herausfordernd. Aus diesen Gründen ist es notwendig, sich mit der Gesundheitsförderung der Pflege auseinanderzusetzen.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist, herauszufinden, welche Belastungen bei Pflegepersonen auf der Erwachsenenintensivstation auftreten und welche Maßnahmen gesetzt werden können, um diese zu reduzieren.

Methode: Für dieses Literaturreview wurde eine Suche in den Datenbanken CINAHL und PubMed im Oktober und November 2018 durchgeführt. Insgesamt wurden 267 Abstracts gelesen, 58 davon erschienen aussagekräftig. Diese wurden einem Volltextscreening unterzogen. Die verbliebenen 11 Studien wurden mit dem Bewertungsbogen von Hawker et al. (2002) überprüft. 10 Publikationen konnten in die Arbeit inkludiert werden.

Ergebnisse: Zu den häufigsten psychosozialen Belastungen zählen der Umgang mit sterbenden Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, Probleme in der Kommunikation im Team, Doppelbelastung durch Familie und Beruf, strukturelle Gegebenheiten wie die Notwendigkeit des andauernden Stehens und Gehens sowie fehlende Führungsqualitäten von Vorgesetzten. Zusätzlich beeinflussen demographische Daten wie Alter, Geschlecht und Berufserfahrung die Intensität der Stressbelastung. Gesetzte Maßnahmen wie die Einführung von Programmen wie Resilienz-, Simulations-, Emotionsregulations- oder Kommunikationstraining sind sinnvoll, um Belastungen zu senken oder vorzubeugen.

Schlussfolgerung: Pflegepersonen auf Intensivstationen sind mehrfach physischen, psychischen und sozialen arbeitsplatzbezogenen Belastungen ausgesetzt. Um gute Arbeitsverhältnisse zu schaffen und damit Personalzufriedenheit und Sicherheit in der Versorgung von Patientinnen und Patienten zu gewährleisten sowie Kosten für Gesundheitseinrichtungen durch Vermeidung von Berufskrankheiten zu verhindern, ist es notwendig, Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und Krankheitsprävention für Krankenpflegepersonal zu setzten.

 
 Psychosoziale Belastungen, Gesundheit am Arbeitsplatz, Intensivpflege  
 
 2019  
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Autoren / Co-Autoren
  Irgang, Elisabeth
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Vajda, Christian; Dr.med.univ. MPH