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Bibliografische Informationen
 Erkennung von Delirien bei geriatrischen Personen - eine pflegerische Herausforderung in der Notaufnahme  
 Hintergrund: Das Delir ist die häufigste psychische Störung bei geriatrischen Menschen. Studien zeigen, dass bei etwa 10 – 30% der älteren Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme ein Delir vorliegt. Bei 57 – 83% wird ein Delirium von medizinischem und pflegerischem Personal nicht erkannt und bleibt somit unentdeckt. Delirien können das Risiko für Infektionen oder Stürze erhöhen, beeinträchtigen den kognitiven Status und führen zu einem erhöhten Betreuungsaufwand. Menschen im Delir sind nicht in der Lage sich verbal mitzuteilen und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, wodurch neben der Medizin, die Pflege in den Vordergrund rückt. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist daher essentiell um eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Das Ziel dieser Arbeit ist es, mit dem derzeitigen Stand der Forschung die verschiedenen pflegerischen Möglichkeiten aufzuzeigen, um ein Delir bei geriatrischen Personen in der Notaufnahme frühzeitig zu erkennen.
Methode: Als Design dieser Bachelorarbeit wurde ein Literaturreview gewählt. Die Literaturrecherche erfolgte durch zwei medizinische Datenbanken (PubMed und CINAHL) und die Internetsuchmaschine Google Scholar. Die Studien wurden einem Titel-, Abstract- und Volltextscreening unterzogen und anschließend mittels eines Bewertungsbogens von Hawker et al. (2002) kritisch beurteilt. Jene Studien, die über 80% der Qualitätskriterien erfüllten, wurden in die Arbeit inkludiert und für die Ergebnisdarstellung herangezogen.
Ergebnis: In die vorliegenden Bachelorarbeit wurden acht Studien eingeschlossen. Die Ergebnisse der Arbeiten zeigten, dass hauptsächlich Messinstrumente für die frühzeitige Erkennung eines deliranten Menschen eingesetzt werden und die Beobachtung der Betroffenen und Befragung von Angehörigen selten durchgeführt wird. Die in der inkludierten Literatur beschrieben Screening-Instrumente sind die CAM, CAM-ICU, mCAM-ED, Nurse Screen und die mRASS.
Schlussfolgerung: Es wurden verschiedene Möglichkeiten zur Erkennung eines Delirs bei geriatrischen Personen in der Notaufnahme identifiziert. Der Hauptfokus der Delir-Erkennung liegt bei den verschiedenen Messinstrumenten, wie zB. bei der CAM, mCAM-ED und bei der mRASS. Durch die korrekte Anwendung der Instrumente könnten in der Pflegepraxis viele Stürze, Infektionen und Umsiedelungen ins Pflegeheim verhindert werden. Um qualitativ hochwertige Pflege zu gewährleisten, sollten ausführliche und einheitliche Schulungen beziehungsweise Fortbildungen zu dem Krankheitsbild Delirium und den Instrumenten angeboten werden.
 
 Delirium, Notaufnahme, Assessment  
 
 2019  
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Autoren / Co-Autoren
  Nestl, Christina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 033 301 Bachelorstudium; Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Eglseer, Doris; Univ.-Ass. BSc BSc MSc