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Masterarbeit (wissenschaftlich) - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Die Effektivität von Disease Management Programmen für Diabetes Mellitus Typ 2 – ein Vergleich zwischen Österreich und Holland  
 Hintergrund: Die chronische Erkrankung Diabetes Mellitus Typ 2 zählt zu den größten Herausforderungen von Public Health im 21. Jahrhundert (Flamm et al., 2011a). Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die größten Zusammenhänge ergeben sich aus der steigenden Lebenserwartung und dem hohen Lebensstandard in Industrieländern. Aktuelle Zahlen gehen allein in Österreich von etwa 573.000 bis 645.000 betroffenen Menschen aus. Die Ausgaben dafür betragen ca. 1,7 Milliarden Euro, dies sind 8,4 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben der Sozialversicherungsträger (Schmutterer et al., 2017). Einen geeigneten Lösungsansatz für diese Fehlentwicklungen in der Betreuung von Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 2 stellen sogenannte DMP dar (Sönnichsen et al., 2010). Im Jahr 2007 wurde in Österreich das DMP Therapie Aktiv implementiert. Ziel war es, Kosten zu sparen und die Versorgungsqualität zu verbessern. Die bisherigen Evaluationsergebnisse werden kontrovers diskutiert (Schmutterer et al., 2017; Berghold & Nagy, 2015). Ziel: Ziel dieser Arbeit war es, anhand einer systematischen Literaturrecherche die Effektivität von DMP für Diabetes Mellitus Typ 2 für Österreich und Holland zu beurteilen und folglich Unterschiede zu diskutieren und Gemeinsamkeiten abzuleiten. Methode: Eine systematische Literaturrecherche nach den Schritten von Läzer et al. (2010) wurde in fachspezifischen Datenbanken, Bibliotheken und Suchmaschinen zwischen Oktober und Dezember 2017 durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse wurden sowohl für Österreich als auch für Holland in medizinische, ökonomische und qualitätsbezogene Parameter zusammengefasst. Zu den medizinischen Parametern zählten Mortalität, diabetesspezifische Folgeerkrankungen und metabolische Veränderungen. Als ökonomische Parameter wurden Kosten und Krankenhausaufenthalte definiert. Die qualitätsbezogenen Parameter unterteilten sich in Prozessqualität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und qualitative Veränderungsansätze. Diskussion: Sowohl für Holland als auch für Österreich gibt es gute Ansätze, um die Effektivität und den Nutzen von DMP für Diabetes Mellitus Typ 2 darzustellen. Gesamt betrachtet ist Holland Österreich einen Schritt voraus. Die Ursachen dafür werden breit diskutiert. Österreich kann überhaupt erst seit kurzem von einer flächendeckenden Implementierung sprechen. Tief verwurzelte systemimmanente Barrieren müssen zukünftig beseitigt werden. Ungeachtet dessen ist der eingeschlagene Weg als positiv zu werten. Neue Lösungsansätze werden sich etablieren, denn im 21. Jahrhundert steht erfolgreiches Altern im Vordergrund (Schmutterer et al., 2017; Czypionka et al., 2011).  
 Disease Management Program; Diabetes Mellitus Typ 2; Österreich; Holland;  
 
 2018  
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Guggi, Christopher; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
  Institut für Pflegewissenschaft
 UO 066 330 Masterstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Neges, Katharina