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Bibliografische Informationen
 Der Einfluss präoperativer Bolusgabe von Flüssigkeit auf Myocardial Injury after Non-Cardiac Surgery  
 Einleitung: Myocardial Injury after Non-Cardiac Surgery (MINS) tritt bei 5,6 – 20% aller Patient*innen nach nichtkardialen Operationen auf und führt unter anderem zu erhöhten 30-Tages- und 1-Jahres-Mortalitäten. Derzeit sind keine sicheren und effektiven Präventionsmethoden für MINS verfügbar. Diese Studie untersucht, ob präoperative intravenöse Flussigkeitsgabe über eine mögliche Reduktion von intraoperativer Hypotonie, als wichtigen Risikofaktor für MINS, auch die Inzidenz von MINS reduzieren kann.



Methoden: In diese retrospektive Subanalyse der prospektiven Studie ’Effect of Preoperative Intravenous Crystalloid Bolus on Post-Induction Blood Pressure’ wurden jene 72 von 344 Studienteilnehmer*innen eingeschlossen, für welche prä- und postoperativ hsTnT-Werte vorhanden waren. Das Primärziel dieser Subanalyse ist der Einfluss von präoperativer Flüssigkeitsgabe verglichen mit dem Behandlungsstandard auf die Inzidenz von MINS. Die Sekundärziele dieser Subanalyse umfassen den Einfluss von präoperativer Flussigkeitsgabe verglichen mit dem Behandlungsstandard auf die Dauer des Krankenhausaufenthaltes, die Gesamtmortalität nach 30 Tagen und die Notwendigkeit postoperativer kardialer Interventionen.



Ergebnisse: Insgesamt erfüllten 25 (34,7%) der Patient*innen die Kriterien für eine MINS. Davon trat bei 11 (35,5%) der Patient*innen, welche präoperative Flüssigkeit erhielten und bei 14 (34,2%) der Patient*innen, welche nach Behandlungsstandard behandelt wurden eine MINS auf. Präoperative Flüssigkeitsgabe hatte keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Inzidenz von MINS (Odds Ratio 1,061; 95% Konfidenzintervall 0,399-2,823; p-Wert 0,906) oder die Krankenhausaufenthaltsdauer (p=0,275). Während dem postoperativen Beobachtungszeitraum von 30 Tagen traten in der Studienpopulation keine Todesfälle auf und es wurden keine kardialen Interventionen durchgeführt.



Diskussion: Obwohl in dieser Subanalyse kein Unterschied der Inzidenz von MINS zwischen den Behandlungsgruppen festgestellt werden konnte, bleibt das Minimieren von intraoperativer Hypotonie weiterhin ein vielversprechender Ansatz zur Reduktion der MINS-Inzidenz. Um die tatsächlichen Auswirkungen von präoperativer Flüssigkeitsgabe auf die Inzidenz von MINS bestimmen zu können, wären prospektive Studien mit größeren Studienpopulationen notwendig. Die Aussagekraft dieser Subanalyse ist vor allem durch das retrospektive Studiendesign und die Größe der Studienpopulation limitiert. Insgesamt ist auch die erhöhte Inzidenz von MINS in dieser Subanalyse verglichen mit anderen Studien auffällig.  
 Myocardial Injury after Non-Cardiac Surgery (MINS), Intraoperative Hypotonie, Präoperative Flüssigkeitsgabe  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Wild, Georg
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Kurz, Andrea; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
  Eichinger, Michael; Univ. FA Dr.med.univ. MSc DESAIC