| Einleitung
Die chronische Herzinsuffizienz ist assoziiert mit hoher Morbidität und Mortalität. Bei Herzinsuffizienz wird die linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) zur Diagnostik, für Therapieentscheidungen und zur Risikostratifizierung herangezogen. Insbesondere am oberen Ende des Spektrums bietet sie jedoch nur limitierte prognostische Informationen. Ziel dieser Arbeit ist es prognostische Parameter zu evaluieren, eine eingehende echokardiographische Analyse zu generieren und Einblicke in die Auswirkung von Natrium-Glukose Co-Transporter 2 Inhibitoren (SGLT2i) auf klinische Endpunkte bei spezifischen Subgruppen der chronischen Herzinsuffizienz zu schaffen.
Methoden
Im Rahmen dieser Arbeit wurden drei separate Analysen durchgeführt, zu (i) chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), (ii) akutem Myokardinfarkt (AMI) und (iii) Herzinsuffizienz aufgrund einer Transthyretin Amyloid Kardiomyopathie (ATTR-CM).
Resultate
Die durchgeführten Analysen zeigten, dass die rechtsventrikuläre Funktion ein starker prognostischer Marker bei HFrEF ist, dessen Bedeutung über die von traditionellen Parametern hinaus geht. Nach AMI zeigten SGLT2i einen positiven Effekt auf das ventrikuläre Remodelling, jedoch ohne signifikante Gruppen-Unterschiede bei rechtsventrikulären Parametern. Weiters zeigte eine Behandlung mit SGLT2i eine Assoziation mit reduzierter Mortalität bei ATTR-CM.
Schlussfolgerung
Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines umfassenden Verständnisses von kardialen Funktionsparametern und Prognosefaktoren im Management der Herzinsuffizienz. Die prognostische Relevanz rechtsventrikulärer Funktionsparameter erfordert deren Einbeziehung in eine routinemäßige Risikostratifizierung bei Herzinsuffizienz. Im Bezug auf Pharmakotherapie zeigen die präsentierten Arbeiten eine zunehmende Bedeutung von SGLT2i für die Behandlung der Herzinsuffizienz bei verschiedenen Spektren der Erkrankung auf. Die eingeschränkte Evidenz, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den rechten Ventrikel, zeigen jedoch die Notwendigkeit randomisierte Studien auf. |