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Medizinische Universität Graz    

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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Assoziation von humanen Milcholigosacchariden (HMOS) in mütterlichem Serum mit Blutdruck in der Schwangerschaft  
 Einleitung: Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen gehören zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft und sind mit erheblichen Risiken für Mutter und Kind verbunden.

Es konnte bereits gezeigt werden, dass humane Milcholigosaccharide (HMOs) in mütterlichem Serum bei Erkrankungen wie Gestationsdiabetes und Präeklampsie verändert sind. Zudem könnten HMOs systemische immunmodulatorische und (anti-)entzündliche Wirkungen haben, sowie proangiogene Effekte auf Endothelzellen in vitro ausüben.



Hypothese und Ziele: Diese Beobachtungen geben Anlass zu der Frage, ob bei gesunden schwangeren Frauen Variationen von zirkulierenden HMO-Konzentrationen mit dem Blutdruck assoziiert sind. Die vorliegende Diplomarbeit untersuchte daher mögliche Zusammenhänge zwischen Blutdruck und HMO-Profilen in mütterlichem und fetalem Blutserum.



Material und Methoden: In einer Kohorte von 43 gesunden Schwangeren wurden HMO-Konzentrationen mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) in mütterlichen Serumproben bestimmt, die zu vier Zeitpunkten während der Schwangerschaft sowie einmal 1–6 Tage nach der Geburt entnommen wurden. Zusätzlich wurden HMOs in fetalem Serum (Nabelschnurblut) analysiert. Zusammenhänge zwischen HMO-Konzentrationen und Blutdruckwerten wurden im Verlauf der Schwangerschaft analysiert, einschließlich Vergleichen zwischen Frauen mit erhöhtem bzw. nicht erhöhtem Blutdruck gemäß der ESC-Klassifikation von 2024.

Weiters wurden Assoziationen mit fetalen HMO-Konzentrationen sowie mit ausgewählten kardialen und inflammatorischen Biomarkern, die zuvor mit Blutdruck in Zusammenhang gebracht worden waren, untersucht.



Ergebnisse: Signifikante positive Assoziationen mit dem Blutdruck wurden für die HMO-Konzentrationen von 2’-Fucosyllactose (2′FL), Lactodifucotetraose (LDFT) und Lacto-N-fucopentaose 2/3 (LNFP2/3) sowohl im mütterlichen als auch im fetalen Serum beobachtet. Zwischen Frauen mit erhöhtem und nicht erhöhtem Blutdruck fanden sich keine signifikanten Unterschiede der HMO-Konzentrationen. Darüber hinaus war 2′FL positiv mit dem Vorläufermolekül des B-typ natriuretischen Peptids (proBNP) assoziiert, während 3′SL eine positive Assoziation mit dem inflammatorischen Marker C-reaktives Protein (CRP) zeigte.



Diskussion: Die beobachteten Assoziationen von 2′FL, LDFT und LNFP2/3 mit dem Blutdruck sowie von 2′FL mit proBNP deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen HMOs und kardiovaskulären Anpassungen während der Schwangerschaft hin. Aufgrund des explorativen Studiendesigns können jedoch keine Rückschlüsse auf kausale Zusammenhänge gezogen werden. Sollten diese Ergebnisse in größeren Kohorten, die Frauen mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen einschließen, bestätigt werden, könnten sie zu einem besseren Verständnis der Pathophysiologie von hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen beitragen und eine Grundlage für die zukünftige Untersuchung von HMOs als potenzielle Biomarker schaffen.  
 HMOs: humane Milcholigosaccharide; Blutdruck; Schwangerschaft; hypertensive Schwangerschaftserkrankungen; 2'FL; 3'SL; Biomarker; proBNP; NT-proBNP; troponin; CRP  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Hasewend, Katharina Maria
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Jantscher-Krenn, Evelyn; Univ.-Ass. Priv.-Doz. Mag.pharm. Dr.rer.nat.
  Fluhr, Herbert; Univ.-Prof. Dr.med. MHBA