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Medizinische Universität Graz    

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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Untersuchung des Potenzials von Fern-UVC für antimikrobielle Anwendungen an murinen und humanen Proben im Vergleich zu Schmalband-UVB  
 Ziel dieser Diplomarbeit war die Untersuchung des Potenzials von Fern-Ultravioletter C Strahlung (222 nm) als alternative antimikrobielle Behandlung biologischer Proben im Vergleich zu Schmalband-Ultraviolett B (nb-UVB) (311 nm). Der Fokus lag dabei auf den Auswirkungen beider Bestrahlungsarten auf die Besiedelung mit Staphylococcus aureus sowie auf zelluläre Stressreaktionen, da mikrobielle Dysbiosen und bakterielle Überbesiedelung eine wichtige Rolle bei entzündlichen Hauterkrankungen wie atopischer Dermatitis und kutanem T-Zell-Lymphom spielen. Zur Bearbeitung dieser Fragestellung wurden unterschiedliche Hautmodelle verwendet, darunter Mäusehaut, rekonstruierte humane Hautäquivalente sowie ex vivo humane Hautproben aus Abdominoplastiken. Nach Inokulation mit Staphylococcus aureus erfolgte die Bestrahlung entweder mit nb-UVB oder Fern-UVC. Zur Beurteilung antimikrobieller Effekte und zellulärer Reaktionen wurden mikrobiologische Verfahren, oxidative Stressanalysen, histologische Färbungen, immunhistochemische Untersuchungen sowie digitale Bildanalysen eingesetzt. Es wurden ausschließlich kurzfristige UV-induzierte Effekte untersucht. Zelluläre Stressreaktionen und mikrobiologische Endpunkte wurden je nach Versuchsmodell 1, 2, 4, 6, 20 beziehungsweise 24 Stunden nach der UV-Bestrahlung erfasst, während die histologischen Analysen 24 Stunden nach der Bestrahlung beziehungsweise 48 Stunden nach der bakteriellen Inokulation durchgeführt wurden.

Mehrere getestete Methoden, darunter die Colony Forming Units-Bestimmung, reaktiver Sauerstoffspezies- und Laktatdehydrogenase-Assays sowie Teile der immunhistochemischen Analysen, zeigten jedoch nur eingeschränkte Reproduzierbarkeit. Die konsistentesten und aussagekräftigsten Ergebnisse ergaben sich aus der histologischen Analyse der Hematoxylin und Eosin (HE)-gefärbten Hautschnitte. Die quantitative Bildanalyse zeigte, dass nb-UVB-behandelte Proben stärkere keratinozytäre Schäden aufwiesen als Fern-UVC-behandelte Hautproben. Gleichzeitig zeigten sich zwischen den Versuchsgruppen keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich epidermaler Dicke oder grundlegender Gewebearchitektur.

Zusammenfassend deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Fern-UVC unter den untersuchten Bedingungen geringere histologisch nachweisbare Gewebeschäden verursacht als nb-UVB und gleichzeitig potenziell antimikrobielle Eigenschaften besitzt. Aufgrund methodischer Limitationen und inkonsistenter mikrobiologischer Daten konnte eine antimikrobielle Überlegenheit von Fern-UVC jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, hierfür sind weitere Methodenetablierungen nötig.

 
 Dermatologie; Phototherapie; Fern-UVC; Schmalband-UVB; Ultraviolette Strahlung; Staphylococcus aureus; Hautmodelle; Ex-vivo-Haut des Menschen; Rekonstruiertes menschliches Hautäquivalent; Zellulärer Stress; Histologie; Digitale Bildanalyse; Keratinozytenschädigung; Oxidativer Stress; Atopische Dermatitis; Kutanes T-Zell-Lymphom  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Steinhöfer, Nicole
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Wolf, Peter; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  Bordag, Natalie; Dr.rer.nat.