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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Der Zusammenhang zwischen Schlafqualität, Suizidalität und Psychopathologie – Eine Netzwerkanalyse
Kurzfassung
Einleitung: Schlafstörungen entwickeln sich zunehmend zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem in der Gesamtbevölkerung, insbesondere auch im Kontext von psychischen Erkrankungen. Schlechte Schlafqualität sowie diagnostizierte Schlaferkrankungen stehen häufig im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen, die wiederum auch als wesentliche Risikofaktoren für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen gelten. Diese Studie zielte darauf ab, den Einfluss von schlechter Schlafqualität auf das suizidale Verhalten von Erwachsenen zu ermitteln, um zukünftig mögliche und praxisnahe therapeutische Interventionen entwickeln zu können.
Methoden: Insgesamt wurde eine Stichprobe von 1.674 TeilnehmerInnen (75,3 % weiblich, 24,7 % männlich) aus der Allgemeinbevölkerung untersucht, welche standardisierte Erhebungen zur Schlafqualität und zu psychopathologischen Symptomen absolvierten: Ein querschnittliches Partialkorrelationsnetzwerk (Netzwerkanalyse) zwischen Schlafqualität (PSQI), Suizidalität (SSEV) und psychopathologischen Symptomen (BSI-18) wurde mithilfe des EBICglasso-Algorithmus geschätzt. Knotenzentralität, Vorhersagbarkeit und Brückenzentralität wurden untersucht sowie der Einsatz von Bootstrap-Methoden, um die Stabilität und Signifikanz der Netzwerkstruktur zu testen.
Ergebnisse: Die Netzwerkanalyse zeigte ein stabiles Netzwerk, was eine zuverlässige Interpretation der Ergebnisse ermöglichte. Innerhalb des untersuchten Netzwerks stellten aktive Suizidgedanken, Ängstlichkeit und die subjektive Schlafqualität die einflussreichsten Knoten dar. Zudem wiesen Depression sowie tagsüber auftretende Beeinträchtigungen aufgrund schlechter Schlafqualität die höchste Brückenzentralität auf.
Diskussion: Die Ergebnisse legen nahe, dass depressive Symptome sowie tagsüber auftretenden Beeinträchtigungen infolge schlechter Schlafqualität eine zentrale Mediatorrolle zwischen Suizidalität und Schlafqualität einnehmen. Dies verdeutlicht, dass therapeutische Interventionen nicht nur auf nächtliche Schlafprobleme, sondern auch auf die Wiederherstellung der Tagesfunktion abzielen sollten. Maßnahmen, die sowohl den Schlaf verbessern als auch die alltägliche Funktionsfähigkeit stärken, könnten daher von entscheidender Bedeutung für die Suizidprävention und die klinische Behandlung sein.
Schlagwörter
Angststörungen; Depression; Netzwerkanalyse; Schlafqualität; Suizidalität; Psychopathologie
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Slanitz, Corinna; BSc MSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Medizinische Universität Graz
Studium
UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Unterrainer, Human-Friedrich; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Dr.mult.
CO – Betreuer/in (intern)
Wagner-Skacel, Jolana; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
CO – Betreuer/in (intern)
Leal Garcia, Sabrina; Research Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
CO – Betreuer/in (extern)
Fuchshuber, Jürgen; Dr. scient. med, BSc MSc
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