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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
Deutsch (Sprache des Volltextes)
Englisch
Bibliografische Informationen
Titel
"Anwendung einer humanen Knochentransplantatschraube zur Frakturversorgung bei speziellen Indikationen im Kindes- und Jugendalter - Eine retrospektive Datenanalyse"
Kurzfassung
Zusammenfassung
Einleitung: Frakturen des Sprunggelenks und des Epicondylus ulnaris sind häufige Verletzungen im Kindes- und Jugendalter, welche aufgrund des wachsenden muskuloskelettalen Apparats eine besondere therapeutische Herausforderung darstellen. Um ein bestmögliches Outcome zu erzielen, sollten die therapeutischen Möglichkeiten kontinuierlich evaluiert werden. Das Ziel dieser Studie war ein retrospektiver Vergleich von Patient*innen mit Sprunggelenks- und Epicondylus ulnaris-Frakturen hinsichtlich des klinischen und radiologischen Outcomes bei unterschiedlicher Frakturversorgung mittels herkömmlicher Osteosyntheseverfahren aus Metall vs. autologer Knochenschrauben namens Shark Screw®.
Methode: Es wurden all jene Patient*innen, die im Zeitraum vom 01.01.2023 bis 27.03.2024 an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie mittels Shark Screw® aufgrund von Frakturen versorgt wurden in die Studie inkludiert. Es erfolgte ein gesonderter Vergleich zwischen Patient*innen mit Sprunggelenks- und Epicondylus ulnaris-Frakturen und Shark Screw® Versorgung und einer entsprechenden Kontrollgruppe mit Patient*innen, die mit diesen Frakturen mittels Osteosynthesematerialien aus Metall behandelt wurden.
Ergebnisse: Insgesamt konnten 31 Patient*innen mit einem durchschnittlichen Alter von 13,08 Jahren (Spanne zehn bis 17 Jahre), welche mittels Shark Screw® versorgt wurden, in die Studie eingeschlossen werden. Dabei wurden 9 Sprunggelenks- und 9 Epicondylus ulnaris-Frakturen, die mittels Shark Screw® versorgt wurden, mit insgesamt 44 Patient*innen, jeweils 22 Sprunggelenks- und 22 Epicondylus ulnaris-Frakturen, die mittels herkömmlichen Osteosynthesematerialien versorgt wurden, miteinander verglichen. Es konnte gezeigt werden, dass sich die beiden Behandlungsformen hinsichtlich des klinischen und radiologischen Outcomes nach Frakturversorgung nicht signifikant unterscheiden. Es zeigte sich bezogen auf die OP-Zeit ein signifikanter Unterschied beim Vergleich der beiden Behandlungsformen mit längeren OP-Zeiten der mittels Shark Screw® versorgten Gruppe (SG), wobei unter Einbeziehung der OP-Zeit nach Metallentfernung kein signifikanter Unterschied mehr nachzuweisen war. Bezüglich der stationären Aufenthaltszeit zeigte sich eine signifikant längere Aufenthaltsdauer bei jenen, welche mittels Metallen behandelt wurden, unter Einbeziehung der stationären Aufenthaltsdauer zur Metallentfernung. Einen signifikanten Unterschied lieferte auch der Vergleich der Sportbefristungsdauer zugunsten der SG, dieser konnte jedoch unter Einbeziehung der Sportbefristung nach Metallentfernung wiederum nicht nachgewiesen werden.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass die allogene Knochenschraube namens Shark Screw® bei der Frakturversorgung ausgewählter Indikationen im Kindes- und Jugendalter erfolgreich anwendbar und mit herkömmlichen Osteosynthesematerialien aus Metall vergleichbar ist. Ihr Vorteil liegt darin, dass kein weiterer Eingriff zur Metallentfernung notwendig ist, und dass die damit verbundenen Risiken den Patient*innen erspart bleiben. Nichtsdestotrotz sind weitere prospektive Studien nötig, um die Langzeitergebnisse und Komplikationsraten dieser neuen Methode zu erfassen.
Schlagwörter
Frakturversorgung; Sprunggelenk; Epicondylus ulnaris; Kindes- und Jugendalter; autologe Knochenschraube; Shark Screw®; Osteosynthese
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Kendlbacher, Lea
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Eibisberger, Margarita; Univ. FÄ Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Singer, Georg; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
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