Loading
Medizinische Universität Graz
Meine Abschlussarbeiten - Publikationen
Dissertation - Detailansicht
Gehe zu
Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Effekte kognitiver Trainings mit dem sozial assistierenden Roboter „Pepper“ im Vergleich zu einem Tablet bei depressiven psychiatrischen Patient*innen im stationären Setting: Eine randomisiert kontrollierte Pilotstudie
Kurzfassung
Hintergrund: Depression zählt zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen weltweit und ist mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität sowie einer hohen Belastung für Gesundheitssysteme verbunden. Neben etablierten Therapieformen gewinnen digitale Interventionen wie kognitives Training mit sozial assistierenden Robotern (SARs) zunehmend an Bedeutung.
Ziel: Ziel dieser Dissertation war es, die Effekte eines kognitiven Trainings mit dem SAR „Pepper“ im Vergleich zu einem Tablet-basierten Training auf depressive Symptome, Aufmerksamkeit und Leistung, Akzeptanz und Benutzerfreundlichkeit sowie Motivation bei stationär behandelten Patient*innen mit Depression zu untersuchen. Zusätzlich wurden geschlechts- und altersbezogene Unterschiede analysiert.
Methode: Es wurde eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie mit 32 stationären Patient*innen mit Depression durchgeführt. Die Teilnehmenden absolvierten zwei Trainingseinheiten entweder mit dem SAR „Pepper“ mit motivierendem Feedback oder mit einem Tablet ohne Feedback. Die Erhebung erfolgte mittels validierter und selbsterstellter Fragebögen.
Ergebnisse: Beide Gruppen zeigten nach dem Trainingszeitraum eine Reduktion depressiver Symptome ohne signifikante Unterschiede. Auch für Aufmerksamkeit und Leistung ergaben sich keine gruppenspezifischen Effekte. Die SAR-Gruppe erzielte jedoch signifikant höhere Bewertungen in den Skalen „Benutzerfreundlichkeit“ und „wahrgenommenen Einfachheit“. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich unabhängig von der Interventionsform insbesondere in der Selbstwahrnehmung von Aufmerksamkeit und Leistung sowie in motivationalen Dimensionen. Qualitative Rückmeldungen bestätigten die hohe Akzeptanz und die als unterstützend erlebte soziale Interaktion mit dem Roboter.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse belegen die Machbarkeit und hohe Benutzerfreundlichkeit von SAR-gestütztem kognitivem Training im akuten psychiatrischen Setting. Für Aussagen zu klinischen Effekten sind längere Interventionszeiträume und größere Stichproben erforderlich.
Schlagwörter
Sozial assistierende Roboter (SAR), Depression, Technologieakzeptanz, Benutzerfreundlichkeit, Kognitives Training, Aufmerksamkeit und Leistung, Motivation, Psychiatrie, Klinisches Setting, Geschlechterunterschiede, Altersunterschiede
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Sozialpsychiatrie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Häussl, Alfred Alois; BScN MSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Studium
UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Reininghaus, Eva; Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.et scient.med. MBA
CO – Betreuer/in (intern)
Dalkner, Nina; Research Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat.
CO – Betreuer/in (extern)
Paletta, Lucas; DI Dr.
Loading ...