| Der Vitamin-D-Status kann die akute affektive Symptomatik und den Schweregrad der Symptome bei Patient*innen mit bipolarer Störung (BD) beeinflussen. Daher wurden in dieser Querschnittsstudie 25(OH)D, 24,25(OH)2D und das Vitamin-D-Metaboliten-Verhältnis (VMR) bei BD analysiert und die Ergebnisse mit der klinischen affektiven Symptomatik und Funktionalität korreliert. Der inaktive Vorläufer 25(OH)D und sein Hauptabbauprodukt 24,25(OH)2D wurden gleichzeitig mit einer validierten Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie-Methode bei 170 ambulanten BD-Patient*innen und 138 gesunden Kontrollpersonen gemessen. Die VMR wurde wie folgt berechnet: VMR = 100×(24,25(OH)2D/25(OH)D). Die psychometrische Bewertung umfasste: Beck Depression Inventory-II, Hamilton Depression Rating Scale, Young Mania Rating Scale, Global Assessment of Functioning und Anzahl der Suizidversuche. Bei den Konzentrationen von 25(OH)D und 24,25(OH)2D wurde kein signifikanter Unterschied zwischen Patient*innen und Kontrollen festgestellt. Auch die VMR war in beiden Gruppen vergleichbar. Die Berechnungen für die klinischen Parameter zeigten eine negative Korrelation zwischen der Young Mania Rating Scale und 24,25(OH)2D (r = -0.154, p = 0.040) sowie der Young Mania Rating Scale und der VMR (r = -0.238, p = 0.015). Aufgrund der geringen Effektgröße und der überwiegend euthymen Stichprobe wären weitere Untersuchungen bei Personen mit manischen Symptomen erforderlich, um diesen Zusammenhang zu bestätigen. Darüber hinaus könnten langfristige klinische Marker und eine Bewertung in verschiedenen Phasen der Krankheit zusätzliche Erkenntnisse liefern. |