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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Künstliche Intelligenz-unterstützte multiparametrische Diagnostik der frontotemporalen, vaskulären und Alzheimer-Demenz
Kurzfassung
Einleitung: Die Diagnostik der Demenz wird durch die Anwendung von K¨unstlicher
Intelligenz (KI) zunehmend facettenreicher und vielfältiger, da Softwareprodukte
f¨ur die klinische Entscheidungsfindung bereits kommerziell angeboten und in
Krankenh¨ausern aktiv angewendet werden, um die Diagnosestellung zus¨atzlich zu unterst
¨utzen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu ermitteln, ob eine automatisierte Auswertung,
basierend auf einer Kombination von MRT-Bildgebung und mehreren zus¨atzlichen
nicht bildgebungsbasierten Parametern, bessere Ergebnisse liefern kann als eine
nur auf MRT-Bildgebung basierende Auswertung.
Methoden: Diese Studie inkludierte 50 Patienten und Patientinnen, die vom September
2023 bis zum Mai 2025 im Landeskrankenhaus Villach auf die Verdachtsdiagnose
Demenz abgekl¨art wurden. Die auf k¨unstliche Intelligenz (KI) basierte Auswertung der
Daten von Patienten und Patientinnen wurde zun¨achst nur mit Daten aus der diagnostischen
Magnetresonanztomographie (MRT) durchgef¨uhrt und danach um Daten aus
der neuropsychologischen Testung (NPT) sowie, falls vorhanden, aus der diagnostischen
Punktion des Liquor cerebrospinalis erg¨anzt, um eine Neuberechnung durchzuf¨uhren.
Die Unterschiede in den von der KI ausgegebenen Werten wurden mittels deskriptiver
Statistik dargestellt.
Ergebnisse: Die durchschnittlichenWahrscheinlichkeiten der einzelnen diagnostischen
Gruppen haben sich durch die multiparametrische Auswertung um +10,6% (AD),
+9,5% (MCI), +3% (FTD), +14% (PD), +16% (MD) und +66% (CN) der tats¨achlichen
Diagnose angen¨ahert. In der Gruppe der vaskul¨aren Demenz (VaD) hat die multiparametrische
Auswertung bei einem Patienten eine Erniedrigung der berechneten
VaD-Wahrscheinlichkeit um -14% ergeben und sich damit von der tats¨achlichen Diagnose
entfernt.
Conclusio: Die multiparametrische Auswertung hat im untersuchten Patientenkollektiv,
im Vergleich zur ausschließlich auf Magnetresonanztomographie (MRT) basierten
Auswertung, st¨arker auf die tats¨achliche Diagnose hingewiesen. Die klinische Entscheidungsfindung
kann durch KI-basierte Software unterst¨utzt und erleichtert werden, wobei
ein multiparametrischer Berechnungsansatz akkuratere Ergebnisse liefern kann.
Schlagwörter
KI; Demenz; Demenzdiagnostik; Künstliche Intelligenz; AI; MRT;
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Rosolen, Davide
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Radiologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Kau, Thomas; Prim. Priv.-Doz. Dr.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Seiler, Stephan; Univ. FA Dr.med.univ. PhD.
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