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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Telemedizinisches Versorgungsprogramm für Patient*Innen mit Herzinsuffizienz Eine retrospektive Datenanalyse über die Durchführung und Wirksamkeit von HerzMobil Steiermark  
 Einleitung: Mit einer Prävalenz von 1-3% und einer absoluten Anzahl von ca. 300.000 Betroffenen in Österreich stellt die Herzinsuffizienz eine omnipräsente, chronische Erkrankung dar, welche sich stark auf die Lebensqualität und das Überleben auswirkt. Mit HerzMobil wurde ein telemedizinisches Versorgungsprogramm zur Betreuung von HerzinsuffizienzpatientInnen etabliert, um die Prognose und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.



Methodik: In einer retrospektiven Fall-Kontrollstudie wurden HerzMobil PatientInnen (HM, n=752) und mit einer propensity-score-angepasste Kohort (PS, n=673), im Zeitraum von 01.01.2020 bis 30.06.2023, analysiert. Die Daten wurden aus dem Medizinischen Dokumentations- und Kommunikationsnetz der Steiermark (MEDOCS) und der Statistik Austria erhoben. Der primäre Endpunkt war die Mortalität nach 12 Monaten. Als sekundärer Endpunkt wurde die erste Hospitalisierung aufgrund einer Herzinsuffizienz betrachtet. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Survival Analyse, Kaplan-Maier-Kurve und log rank Test.



Ergebnisse: Nach 365 Tagen verstarben insgesamt 181 (12,5%) PatientInnen innerhalb des Follow-up Zeitraums, 69 (9,2%) in der HM Gruppe und 112 (16,6%) in der PS-Gruppe. Verglichen mit der PS-Gruppe war die Betreuung durch das HM Programm mit einer signifikanten 48% relativen Reduktion der Gesamtmortalität assoziiert (HR 0,52; 95% CI 0,41 – 0,67; p<=0,0001). Es wurden 113 (14,9%) Patientinnen aus HerzMobil und 83 (12,1%) PatientInnen der PS-Gruppe rehospitalisiert. Dies entspricht einer statistisch nicht signifikanten relativen Risikoerhöhung von 18% (HR 1,18; 95% CI 0,89 – 1,56; p=0,21).



Schlussfolgerung: Diese retrospektive Analyse zeigt, dass die Betreuung von PatientInnen mit Herzinsuffizienz durch ein multimodales, telemedizinisches Disease Management Programm mit einer signifikanten Reduktion der Gesamtmortalität, nicht jedoch mit einer Reduktion der Hospitalisierungsrate, assoziiert ist.

 
 Herzinsuffizienz, HerzMobil Steiermark  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Leibetseder, Sarah
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Innere Medizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Wallner, Markus; Research Prof. Priv.-Doz. Dr.med. Dr.scient.med.
  Pötz, Stefan; Prim. Dr.