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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Angiogenese-hemmende Pharmaka in der Therapie von Plattenepithelkarzinomen der Kopf-Hals-Region
Kurzfassung
Hintergrund
Die Angiogenese stellt einen zentralen biologischen Mechanismus für Tumorwachstum und Metastasierung dar und wird maßgeblich durch den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (vascular endothelial growth factor, VEGF) und dessen Rezeptoren (vascular endothelial growth factor receptor, VEGFR) reguliert. Beim Plattenepithelkarzinom der Kopf-Hals-Region (head and neck squamous cell carcinoma, HNSCC) ist eine erhöhte VEGF-Expression mit einer ungünstigen Prognose, erhöhter Therapieresistenz und gesteigerter Tumoraggressivität assoziiert. Aus diesem Grund werden angiogenesehemmende Pharmaka als potenzielle therapeutische Ergänzung zu etablierten Behandlungsstrategien beim HNSCC untersucht.
Methodik:
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde eine strukturierte systematische Literaturübersicht zu angiogenesehemmenden Wirkstoffen in der Therapie des HNSCC durchgeführt. Die Literaturrecherche erfolgte in der Datenbank PubMed (MEDLINE) unter Verwendung definierter MeSH-Terms. Berücksichtigt wurden klinische Studien aus einem Zeitraum von 01.01.2005 bis 01.09.2025. Insgesamt wurden 47 klinische Studien in die Analyse eingeschlossen. Die Bewertung der therapeutischen Wirksamkeit erfolgte primär anhand von klinischen Endpunkten, insbesondere des Gesamtüberlebens (overall survival, OS) und des progressionsfreien Überlebens (progression-free survival, PFS).
Ergebnisse:
Die ausgewerteten Wirkstoffe zeigten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei HNSCC ein heterogenes Bild. Insbesondere in Kombinationstherapien wurden Verlängerungen des OS und PFS beobachtet. Am überzeugendsten erscheinen dabei Cabozantinib und Apatinib in Verbindung mit Checkpoint-Inhibition sowie Bevacizumab in Kombination mit Chemo- und Immuntherapie.
Schlussfolgerung:
Angiogenesehemmende Pharmaka zeigen bei HNSCC ein grundsätzliches therapeutisches Potenzial, insbesondere im Rahmen kombinierter Behandlungsstrategien. Die derzeitige Evidenzlage basiert jedoch überwiegend auf nicht-randomisierten, einarmigen Studien, was die Aussagekraft limitiert. Zur klaren Definition des Stellenwerts dieser Substanzen im Therapiekonzept des HNSCC sind weitere randomisierte und kontrollierte Studien mit standardisierten Endpunkten erforderlich.
Schlagwörter
VEGF, VEGFR, Plattenepithelkarzinom, HNSCC
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Taupp, Konstantin Michael; Dr.med.dent.
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Lehrstuhl für Pharmakologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Farzi, Aitak; Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. PhD.
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