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Bibliografische Informationen
Titel
Effekte von Siponimod auf inflammationsbezogene astrogliale Genexpression
Kurzfassung
Einführung
Siponimod ist ein Sphingosin 1 Phosphat (S1P) Rezeptor Modulator der für die
Behandlung von sekundär-progressiver Multipler Sklerose (SP-MS) zugelassen ist.
Es konnte gezeigt werden, dass die Behandlung mit Siponimod Zytokin induzierte
kortikale Demyelinisierung in einem Ratten Modell verhinderte. Dieses Modell
spiegelt menschliche kortikale Läsionen von progressiven Multiple Sklerose (MS)
Formen und deren Hauptmerkmale wider. In der Behandlung von MS, ist der
bekannte Hauptwirkmechanismus von Siponimod, dass es den Ausstrom von
Lymphozyten aus den lympahtischen Organen und somit die Einwanderung in das
zentrale Nervensystem (ZNS) behindert. Kortikale Läsionen zeigen jedoch kein
gesteigertes inflammatorisches zelluläres Infiltrat. Das legt nahe, dass Siponimod
diese Läsionen über einen anderen Wirkmechanismus beeinflusst und direkt an den
ansässigen Gliazellen im ZNS wirken könnte. Daher war das Ziel dieser
Diplomarbeit zu untersuchen, ob Siponimod astrogliale entzündungsbezogene
Genexpression positiv beeinflusst und einen anti-entzündlichen Phänotyp fördert.
Methodik
Es wurde eine von Ratten stammende primäre gemischte Gliazellkultur die
Astrozyten, Mikroglia und Oligodendrozyten beinhaltete, generiert. Nach zehn
Tagen der Kultivierung, wurden die Kulturen in folgenden Konstellationen
behandelt: 1) Siponimod + Zytokine (Interferon gamma (IFNγ) +
Tumornekrosefaktor alpha (TNFα)), 2) Zytokine + Dimethylsulfoxid (DMSO), 3)
Siponimod, 4) DMSO und 5) Naiv. Nach einer 20-stündigen Behandlung, wurden
die Zellen geerntet und eine quantitative Echtzeit-Polymerase Kettenreaktion
durchgeführt. Die Effekte von Siponimod auf die mRNA-Expression von zwölf
entzüdungsbezogenen Genen wurde analysiert. Die relative Genexpression wurde
mittels der 2-ΔΔCTMethode unter Verwendung eines Referenz Genindex berechnet.
Die statistische Analyse wurde gemäß der Datenverteilung unter Verwendung von
parametrischen und nicht-parametrischen Verfahren durchgeführt.
Ergebnisse
Die alleinige Behandlung mit Siponimod reduzierte die mRNA-Expression von
Komplementfaktor C3 (C3) und die gleichzeitige Behandlung mit Siponimod und
Zytokinen reduzierte die Expression von Prostglandinsynthase 2 (PTGS2)statistisch signifikant im Vergleich zu allen anderen experimentellen Gruppen. Die
alleinige Behandlung mit Siponimod verringerte die Expression des ziliaren
neurotrophen Faktor (CNTF) statistisch signifikant im Vergleich zu allen anderen
Gruppen. DMSO beeinflusste die Genexpression in fünf aus elf untersuchten
Genen. Die anderen Gene zeigten keine statistisch signifikanten Änderungen in
ihrer Expression durch die Behandlung mit Siponimod.
Diskussion
Es konnte gezeigt werden, dass Siponimod die Genexpression von Gliazellen in
den gemischten Gliazellkulturen beeinflusst. Siponimod zeigte einen anti-
inflammatorischen Einfluss auf die Gliazellen in den gemischten Gliazellkulturen,
indem es die Geneexpression von C3 und PTGS2 reduzierte und somit die
Förderung eines anti-inflammatorisch Phänotyp. Daher konnte die Hypothese in
zwei der untersuchten Gene bestätigt werden. Jedoch wurde mit der Reduzierung
der Expression von CNTF ebenso ein pro-inflammatorischer Einfluss auf die
Gliazellen in den gemischten Gliazellkulturen entdeckt. Des Weiteren wurde ein
Einfluss von DMSO auf die mRNA-Expression der Gliazellen entdeckt, obwohl es
in einer niedrigen Konzentration von 0.02% verwendet wurde. Daher sollten weitere
detailliertere Studien durchgeführt werden, die den Einfluss von DMSO auf die
Genexpression von Gliazellen, insbesondere in niedrigen Konzentrationen,
untersuchen.
Schlagwörter
Siponimod; Multiple Sklerose; Genexpression; Gliazellen; sekundär-progressive Multiple Sklerose; primär-progressive Multiple Sklerose; Rattenmodell
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Stifter, Florian
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Neurologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Ücal, Muammer; Priv.-Doz. PhD.
Mitbetreuer*in (intern)
Haindl, Michaela Tanja; Sen.Scientist Dr.scient.med. BSc MSc
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