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Bibliografische Informationen
Titel
Die Anwendung von Methoxyfluran (Penthrop®) durch Notfallsanitäter*innen in der präklinischen Schmerztherapie in Kärnten - Eine retrospektive Studie
Kurzfassung
In den angloamerikanischen Ländern wird das inhalative Narkotikum Methoxyfluran, besser bekannt unter dem Handelsnamen Penthrop®, schon seit einigen Jahrzehnten zur präklinischen Schmerzbehandlung durch nicht-ärztliches Personal verwendet.
Seit 2023 dürfen im Österreichischen Roten Kreuz Landesverband Kärnten Notfallsanitäter*innen mit den allgemeinen Notfallkompetenzen NKA und NKV auch selbstständig die Behandlung mittelstarker bis starker traumatischer Schmerzen mithilfe von Methoxyfluran (Penthrop®) durchführen. Vor der Einführung der allgemeinen Notfallkompetenzen im ÖRK Kärnten erforderte die Behandlung von Schmerzen eine*n Notärztin*Notarzt.
In dieser Arbeit wird die schmerzlindernde Penthrop®-Wirkung bei traumatisch bedingten Schmerzen beleuchtet. Ebenso wird die Anwendung durch nicht-ärztliches Personal untersucht. Die Notfallsanitäter*innen mit den allgemeinen Notfallkompetenzen NKA und NKV bewerten sowohl die Handhabung als auch die Anwenderzufriedenheit. Außerdem wird das in der Literatur geringgradig beschriebene Nebenwirkungsprofil untersucht.
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine retrospektive Datenauswertung. Die Dokumentation der erhobenen Daten erfolgte über das Onlineprogramm „Evasys“. In den insgesamt 8 Bezirken des Landesverband Kärntens (Rotes Kreuz) wurde die Dokumentation durch Notfallsanitäter*innen mit den allgemeinen Notfallkompetenzen NKA und NKV auf freiwilliger Basis durchgeführt. Der Dokumentationszeitraum betrug 19 Monate.
Es konnte eine signifikante Schmerzreduktion bei geringen Nebenwirkungen beobachtet werden. Die gemessenen Vitalparameter wurden vor und nach der Gabe von Methoxyfluran betrachtet, dabei konnten keinerlei relevante Veränderungen beobachtet werden. Eine sehr häufig dokumentierte Nebenwirkung der Penthrop®-Inhalation war die euphorische Stimmung der behandelten Patient*innen. Ebenso zeigte sich, dass das notärztliche System in Kärnten dadurch entlastet werden konnte. Bezüglich der Anwenderzufriedenheit inklusive Vorbereitung, Handhabung etc. wurde bei 84% der dokumentierten Fälle die Option „sehr zufrieden“ ausgewählt.
Grundsätzlich erwies sich die Anwendung von Methoxyfluran in Form des Penthrop®-Inhalators als eine gute Möglichkeit zur präklinischen Schmerzreduktion durch Notfallsanitäter*innen mit den allgemeinen Notfallkompetenzen NKA und NKV, ohne dass ärztliches Personal angefordert werden musste.
Schlagwörter
Methoxyfluran;Schmerztherapie;Notfallsanitäter*innen;Penthrop®
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Slamanig, Julia
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Heschl, Stefan; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Neuwersch-Sommeregger, Stefan Matthias; Dr.med.univ. MSc
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