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Bibliografische Informationen
Titel
Zusammenhang zwischen subjektiver Gesundheitskompetenz und dem Erkennen von Fehlinformationen in sozialen Medien Ein Scoping Review
Kurzfassung
Hintergrund: Die zunehmende Digitalisierung sowie die verstärkte Nutzung sozialer Medien führen dazu, dass diese von vielen Menschen als zentrale Quelle für gesundheitsbezogene Informationen genutzt werden. Gleichzeitig bergen diese Plattformen ein erhöhtes Risiko für die Verbreitung von Fehlinformationen. Die Auswirkungen reichen von Verunsicherung der Nutzer*innen bis hin zur Ablehnung medizinischer Maßnahmen und stellen die Bevölkerung vor neue Herausforderungen. Um der digitalen Informationsflut standzuhalten, ist es daher besonders wichtig, den richtigen Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen in den sozialen Medien zu erlernen. Dies setzt eine ausgeprägte digitale Gesundheitskompetenz (eHealth Literacy) der Nutzer*innen voraus.
Ziel: Das Ziel dieser vorliegenden Arbeit ist es, mittels einer systematischen Literaturrecherche aufzuzeigen, inwiefern die digitale Gesundheitskompetenz mit dem Umgang mit gesundheitsbezogenen Fehlinformationen in den sozialen Medien zusammenhängt.
Methode: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde in den Monaten April und Mai 2025 eine systematische Literaturrecherche in einschlägigen wissenschaftlichen Datenbanken sowie eine Handsuche durchgeführt. Die Auswahl der geeigneten Literatur erfolgte anhand vorab definierter Ein- und Ausschlusskriterien, die sich an den Merkmalen Population, Konzept und Kontext orientieren. Anschließend wurden die eingeschlossenen Studien einer qualitativen Bewertung unterzogen und in narrativer Form dargestellt.
Ergebnisse: Die zehn herangezogenen Studien zeigten, dass die eHealth Literacy insbesondere von sozioökonomischen Faktoren, wie Alter, Bildung, Herkunft und Kultur sowie von den digitalen Kernkompetenzen (Suchen, Bewerten und Anwenden) beeinflusst wird. Dabei zeigt sich, dass Nutzer*innen mit einer geringen eHealth Literacy Fehlinformationen seltener erkennen und Schwierigkeiten bei der Bewertung gesundheitsbezogener Informationen in den sozialen Medien haben. Diese Faktoren wurden in Anlehnung an das Lilienmodell der eHealth Literacy nach Norman und Skinner (2006) sowie an das adaptierte Modell nach Milanti et al. (2025) identifiziert. Diese Modelle bilden den theoretischen Rahmen für digitale Gesundheitskompetenz und deren Anforderungen. Als Maßnahmen zur Stärkung der eHealth Literacy wurden daher zielgruppenspezifische Bildungs- und Fördermaßnahmen sowie gesetzliche Rahmenbedingungen gegen die Verbreitung von Fehlinformationen ermittelt.
Schlussfolgerung: Die vorliegende Arbeit verdeutlicht die Rolle individueller Einflussfaktoren im Umgang mit Fehlinformationen in den sozialen Medien. Angesichts der zunehmenden Nutzung sozialer Medien zur Informationsbeschaffung wird die Notwendigkeit deutlich, Bildungs- und Forschungsvorhaben in diesem Themenfeld zu fördern. Zukünftige Studien sollten algorithmische und KI-generierte Informationen sowie die Wirksamkeit von zielgruppenspezifischen Bildungsmaßnahmen und Kompetenzoffensiven verstärkt analysieren.
Schlagwörter
Digitale Gesundheitskompetenz; soziale Medien; Fehlinformationen; Desinformation; Kommunikation
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Kulle, Sophia; BSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Institut für Pflegewissenschaft
Studium
UO 066 333 Masterstudium; Interprof. Gesundheitswissenschaften  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Großschädl, Franziska; Priv.-Doz. Dr.scient.med. BSc MSc
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