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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
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Bibliografische Informationen
Titel
Unterschiede in der Schlaferholung bei hospitalisierten Kindern und tagesklinisch operierten Kindern
Kurzfassung
EINLEITUNG
Die Häufigkeit tageschirurgischer Eingriffe nimmt in Österreich im Kinder- und Jugendbereich zu. Ein Vorteil dieser Behandlungsform liegt in der raschen Rückkehr in die gewohnte Umgebung. Gleichzeitig stellt die Übertragung des Schmerzmanagements an die Eltern nach der Entlassung eine Herausforderung für eine adäquate Betreuung dar. Studien zeigen, dass Schmerz und Schlaf in einer wechselseitigen Beziehung zueinander stehen: Schmerzen können die Schlafqualität beeinträchtigen, während umgekehrt schlechter Schlaf das Auftreten von Schmerzen begünstigen kann.
Unterschiede in der medizinischen Versorgung könnten sich somit auch auf die Schlaferholung auswirken. Daher wird in dieser Arbeit untersucht, wie sich die Schlaferholung tageschirurgisch betreuter Kinder und Jugendlicher von jener stationär behandelter unterscheidet.
MATERIAL UND METHODEN
Mittels Patienten-Onlinefragebögen wurden 600 Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren am ersten postoperativen Tag unter anderem über ihr Schmerzempfinden und ihre Schlafqualität befragt. Bei den tageschirurgisch operierten Kindern und Jugendlichen erfolgte diese Befragung von zuhause aus via Smartphone, Laptop oder Tablet. Die stationären TeilnehmerInnen bekamen den gleichen Fragebogen von studentischen MitarbeiterInnen auf der Station. Die Ergebnisse wurden dann mit dem Statistikprogramm IBM SPSS Statistics ausgewertet. Betrachtet wurden Alter, Geschlecht, ASA-Score, der Ort der Betreuung der ersten Nacht, die Ergebnisse der 6 schlafspezifischen Fragen sowie der Fragen zu Schmerzen am Abend beim Schlafengehen, in der Früh beim Aufstehen, beim ruhigen Liegen und beim Umdrehen im Bett. Die sechs schlafspezifischen Fragen umfassen die Themen Tagesmüdigkeit, Einschlafschwierigkeiten, Aufwachen aufgrund von Schmerzen, schlechter Schlaf in Bezug auf Angst, Ausgeschlafensein in der Früh und Wunsch nach längerem Schlaf.
ERGEBNISSE
Tagesklinisch operierte Kinder hatten eine signifikant bessere Schlafqualität, verspürten seltener Schmerzen in der Nacht, konnten besser durchschlafen und waren ausgeschlafener als jene, die stationär im Krankenhaus weiterbehandelt wurden. Auch verspürten sie im Vergleich weniger Schmerzen beim Ruhigliegen und beim Umdrehen im Bett. Die Durchschnittsschmerzwerte in beiden betrachteten Gruppen beim ruhigen Liegen im Bett waren generell sehr niedrig und nahmen nur Werte zwischen 0 und 2 von 10 an. Weiters ist zu erwähnen, dass sich bei den stationären Befragten bei den Schmerzangaben speziell beim Einschlafen und Aufwachen keine signifikanten Unterschiede zu den tagesklinisch Behandelten zeigten.
DISKUSSION
Kritisch gesehen werden muss, dass die Art der Eingriffe zwar erhoben wurde, aber inwiefern ein Zusammenhang zwischen Eingriffsart, Schmerzverlauf und Schlaferholung besteht, bleibt offen. Stationäre TeilnehmerInnen erhielten tendenziell aufwendigere Operationen, während in der Tagesklinik eher kürzere Eingriffe stattfanden. Sowohl Schmerzintensität als auch Schlafqualität sind meist sehr subjektive Empfindungen, und all diese Angaben werden von verschiedenen Parametern beeinflusst, von denen in meiner Diplomarbeit in der Auswertung nicht alle berücksichtigt werden konnten. Faktoren, die zusätzlich interessant zu beleuchten wären, sind Angst, Herkunft, Emotionen, Bildung der Eltern sowie weitere elterliche Einflüsse.
ZUSAMMENFASSUNG
Die Schlaferholung von Kindern und Jugendlichen könnte von mehr tagesklinisch durchgeführten Operationen profitieren. Für aussagekräftigere Ergebnisse müssten aber vor allem auch spezifische Einflussfaktoren auf den postoperativen Schlaf in weiteren Studien detaillierter untersucht werden.
Schlagwörter
Kinder;Jugendliche;Tagesklinik;stationär;Schlaferholung;Schlafqualität;Schmerzintensität;Tagesmüdigkeit;tageschirurgischer Einfriff; erster postoperativer Tag, postoperative Betreuung
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Walcher, Elisabeth
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Avian, Alexander; Research Prof. Priv.-Doz. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat.
Mitbetreuer*in (intern)
Messerer, Brigitte; OA Dr.
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