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Bibliografische Informationen
Titel
Evaluation der histopathologischen Ergebnisse des intraoperativen Schnellschnittes (IFS) bei der roboterassistierten radikalen Prostatektomie
Kurzfassung
Hintergrund: Positive Resektionsränder (R1) nach radikaler Prostatektomie sind ein relevanter Risikofaktor für ein biochemisches Rezidiv. Der NeuroSAFE-Ansatz ermöglicht eine intraoperative Schnellschnittdiagnostik (IFS), um eine selektive Nervenschonung bei gleichzeitiger Reduktion der R1-Raten zu unterstützen. Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Prävalenz positiver Resektionsränder bei der roboterassistierten radikalen Prostatektomie (RARP) mit routinemäßigem IFS sowie die Identifikation präoperativer Prädiktoren für ein R1.
Methoden: In dieser retrospektiven Studie wurden 215 Patienten analysiert, die zwischen Januar 2022 und Dezember 2023 eine RARP mit IFS erhielten; für 213 Patienten lag eine vollständige histopathologische Aufarbeitung vor. Erfasst wurden präoperative klinische und bildgebende Parameter, intraoperative Schnellschnittergebnisse, der finale Resektionsstatus sowie durchgeführte Bündelresektionen. Prädiktoren für positive Resektionsränder wurden mittels univariabler und multivariabler logistischer Regression sowie ROC-Analysen untersucht.
Ergebnisse: Die Gesamt-R1-Rate betrug 20,8 %. Der Einsatz des IFS reduzierte die theoretische R1-Rate von 28,2 % ohne Schnellschnitt auf 19,1 % mit Schnellschnitt. In der Subgruppe organbegrenzter Tumoren (≤ pT2c) konnte die theoretische R1-Rate von 24,1 % auf 20,6 % gesenkt werden. In der univariablen Analyse waren PSA-Dichte, Läsionsvolumen, suspekter DRU-Befund sowie mpMRT-Hinweise auf eine extrakapsuläre Ausbreitung mit R1 assoziiert, während in der Subgruppe ≤ pT2c ausschließlich der mpMRT-Befund prädiktiv blieb. In der multivariablen Analyse bestätigten sich PSA-Dichte und mpMRT als unabhängige Prädiktoren. Die Kombination aus PSA-Dichte und mpMRT zeigte eine moderate prädiktive Genauigkeit (AUC 0,668).
Schlussfolgerung: Die intraoperative Schnellschnittdiagnostik ist mit einer Reduktion positiver Resektionsränder assoziiert, insbesondere bei organbegrenztem Prostatakarzinom. Ein multimodales präoperatives Assessment unter Einbeziehung von mpMRT und PSA-Dichte kann die Patientenselektion für den Einsatz des IFS optimieren. Die Ergebnisse belegen den klinischen Nutzen der NeuroSAFE-Technik auch in einem Setting mit geringem Fallvolumen.
Schlagwörter
Prostatakarzinom
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Kranz, Christina Maria
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Urologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Augustin, Herbert; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ. MBA
Mitbetreuer*in (intern)
Mischinger, Johannes; Univ. FA Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
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