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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien im Kindes- und Jugendalter  
 Hintergrund: Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen ein wachsendes Gesundheitsproblem der Bevölkerung weltweit dar und sind im 21. Jahrhundert, nicht nur in medizinischen Kreisen, sondern durch mediale Aufklärungsarbeit, auch in der Gesamtbevölkerung, so präsent wie nie zuvor. Dennoch herrschen, vor allem in der breiten Bevölkerung, Unklarheit und Misskommunikation der einzelnen Begrifflichkeiten rund um diese Thematik. Trotz fortschreitender Erkenntnisse in Bereichen der Diagnostik und Therapie, bleiben Fragen rund um deren Einsatz und Langzeitauswirkungen weiterhin offen. Zudem sind Aspekte hinsichtlich präventiver Ansätze bis dato teilweise ungeklärt.



Methode: In dieser Diplomarbeit wurde im Rahmen einer ausführlichen Literaturrecherche, neben grundlegenden Informationen, die Darlegung des derzeitigen diagnostischen und therapeutischen Stands der Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Kindes- und Jugendalter, angestrebt. Neben Lehrbüchern, Fachzeitschriftenartikel und Leitlinien, wurden Studien aus der medizinischen Datenbank PubMed herangezogen.



Ergebnisse: Bezogen auf die IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien stehen zum derzeitigen Stand, diagnostisch neben den bereits etablierten Verfahren (Prick-Test, sIgE) innovative Methoden wie die molekulare Diagnostik und der Basophilenaktivierungstest im Fokus der Forscher*innen. Mittelpunkt des langfristigen therapeutischen Vorgehens bildet die Immuntherapie – die Langzeitwirkung bleibt bisher, aufgrund fehlender Studien, ungewiss. Im Bereich der Nahrungsmittelintoleranzen, an den Beispielen Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption, bleibt der H2-Atemtest weiterhin diagnostisches Mittel der Wahl. Die Zusammenschau der Befunde unter Miteinbeziehung der subjektiven Beschwerdesymptomatik bildet das Zentrum der Diagnostik. Therapeutisch liegt der Fokus weiterhin auf ernährungsmedizinischen Maßnahmen.



Diskussion/Schlussfolgerung: Die Diagnostik und Therapie der NMU stellt eine besondere Herausforderung für Mediziner*innen sowie für Patient*innen und deren Angehörige dar, die ein interdisziplinäres Vorgehen voraussetzt. Trotz neuer Erkenntnisse der letzten zehn Jahre bleiben weiterhin Fragen rund um diese Thematik offen und bilden die Eckpfeiler für die weitere Forschung.

 
 Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nahrungsmittelallergien, Nahrungsmittelintoleranzen  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Roßmann, Nicole Claudia
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Gallistl, Siegfried; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.