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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

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Bibliografische Informationen
 Brustkrebs - die Rolle der Ernährung  
 Einleitung:

Brustkrebs ist weltweit die häufigste invasive Tumorerkrankung der Frau und eine der führenden krebsbedingten Todesursachen. Ernährung, Körpergewicht und Lebensstil gelten zunehmend als modifizierbare Risikofaktoren. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer narrativen Literaturrecherche die Rolle der Ernährung bei Entstehung, Progression und Prognose des Mammakarzinoms zu beleuchten und potenziell kanzerogene sowie protektive Ernährungsfaktoren zu identifizieren.

Methoden:

Es wurde eine narrative Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken (u. a. PubMed, Google Scholar, UpToDate) sowie in Leitlinien und Stellungnahmen nationaler und internationaler Fachgesellschaften durchgeführt, mit Schwerpunkt auf Kohortenstudien, Metaanalysen und evidenzbasierten Leitlinien zu Ernährung und Brustkrebsrisiko bzw. -prognose.

Ergebnisse:

Zu den am besten belegten Risikofaktoren zählen Alkoholkonsum, ein hoher Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch, ein hoher Anteil gesättigter Fettsäuren und ein hoher Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel. Demgegenüber sind pflanzenbetonte Ernährungsmuster mit reichlich Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, pflanzlichen Ölen und Fisch – wie die mediterrane Ernährung – mit einem moderat verringerten Risiko und günstigeren metabolischen und inflammatorischen Parametern verbunden. Einzelne Lebensmittelgruppen (z. B. Kreuzblütler, Allium-Gemüse, Beeren, Hülsenfrüchte, fermentierte Milchprodukte) zeigen Hinweise auf potenziell antikanzerogene Effekte.

Schlussfolgerung:

Ernährung kann Brustkrebs weder verhindern noch heilen, ist aber ein wichtiger Baustein in Prävention und Supportivtherapie. Die stärkste Evidenz spricht für eine Reduktion von Alkohol, verarbeitetem Fleisch, gesättigten Fettsäuren und ultraverarbeiteten Lebensmitteln sowie für eine überwiegend pflanzenbasierte, mediterran geprägte Kost. Strenge „Krebsdiäten“ ohne wissenschaftliche Grundlage sind abzulehnen; empfehlenswert ist eine individuell angepasste, bedarfsdeckende Ernährung im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts mit Bewegung, Gewichtsmanagement und leitliniengerechter onkologischer Therapie.

 
 Brustkrebs; Mammakarzinom; Ernährung; Lebensmittel; kanzerogen; antikanzerogen; Diät; mediterran; vegan; ketogen; Prognose; Krebsdiäten;  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Eckschlager, Anna Margarete Therese
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Graier, Wolfgang; Univ.-Prof. Mag.pharm. Dr.rer.nat.