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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Verpflegungsangebot in Automaten an universitären Einrichtungen in Graz/Steiermark Evaluierung aus endokrinologischer Sicht
Kurzfassung
Zusammenfassung
Hintergrund:
Gesunde Ernährung trägt wesentlich dazu bei gesund und fit zu bleiben. Speziell im
universitären Bereich zeichnet sich leider ein sehr schlechtes Verpflegungsangebot
für Studierende ab, das deren Essgewohnheiten nachhaltig prägt.
Ziel:
Gesundheitsbewusste Ernährung spielt eine wesentliche Rolle in der
Krankheitsprävention und stellt einen unterschätzten gesundheitsökonomischen
Faktor dar. Universitäten und Politik tragen hier eine wichtige Rolle, ein gesundes
Umfeld zu schaffen und sollten eine Vorbildrolle einnehmen.
Material und Methoden:
In dieser Diplomarbeit wurde das Verpflegungsangebot an acht öffentlichen
universitären Einrichtungen in der Steiermark untersucht. Das Hauptaugenmerk
wurde dabei auf Getränke- und Snackautomaten gelegt. In jeder Einrichtung wurden
stichprobenartig sowohl mindestens ein Getränke-, als auch ein Snackautomaten
analysiert. Untersucht wurden folgende Einrichtungen: 1. Medizinische Universität
Graz 2. Technische Universität Graz 3. Kunstuniversität Graz 4. Karl-Franzens-
Universität Graz 5. Pädagogische Hochschule Steiermark 6. Fachhochschule
Joanneum 7. Montanuniversität Leoben. 8. FH Campus 02 Graz. Als Ausnahme gilt
die Pädagogische Hochschule Graz und die Fachhochschule Joanneum. An diesen
Einrichtungen wurden zu diesem Zeitpunkt keine Snackautomaten gefunden.
Ergebnisse:
Das Resultat dieser Erhebung ist alarmierend und weit von internationalen
Ernährungsempfehlungen entfernt. In den Getränkeautomaten wird das gesunde
Angebot mit etwa 13% bemessen. Im Gegenzug dazu finden wir in 79% der
angebotenen Produkte einen stark erhöhten Zuckergehalt. Im Bereich der
Snackautomaten zeichnet sich ein ähnliches Ungleichgewicht ab: Etwa 39% der
Produkte sind im Süßigkeiten Segment einzuordnen, sowie 49% der Produkte sind
fettreiche gesalzene Knabbereien. Besonders erschreckend ist, dass frisches Obst
nur 1% der Produkte ausmacht. Die Erhebung zeigt deutlich, dass hochkalorische,
nährstoffarme Produkte dominieren.
Diskussion: Dauerhafter Konsum dieser hochkalorischen Produkte führt zu einer
gewissen Prägung des Ernährungsverhaltens, die sehr schwer wieder abzulegen ist.
Aus medizinischer Sicht entstehen durch diesen Ernährungsstil eine große Anzahl an
Folgeerkrankungen wie Diabetes Mellitus Typ 2, Kardiovaskuläre Erkrankungen,
Adipositas, Dyslipidämien und schließlich das metabolische Syndrom. Die häufigsten
Folgeerkrankungen sind Adipositas, Diabetes mellitus und kardiovaskuläre
Folgeerkrankungen. Die Diplomarbeit zeigt klar, dass das derzeitige Angebot an
Studierende zu einer ungesunden Ernährung verleitet und dadurch langfristig zu
einer Risikoerhöhung für metabolische Erkrankungen.
Schlussfolgerung: Das aktuelle Verpflegungsangebot an universitären
Einrichtungen in der Steiermark muss dringend überarbeitet werden, um langfristig
ernährungsbedingte Erkrankungen vorzubeugen.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Haid, Julian
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Amrein, Karin; Priv.-Doz. Dr.med.univ. MSc
Mitbetreuer*in (intern)
Kopera, Daisy; Ao.Univ.-Prof.i.R. Dr.med.univ.
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