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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Multiple Sklerose  
 Multiple Sklerose oder auch kurz MS genannt ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und tritt vorwiegend im frühen Erwachsenenalter zwischen 20. und 40. Lebensalter auf. Multiple Sklerose wird auch als Encephalomyelitis disseminata (ED) bezeichnet und bedeutet, dass die Entzündung verstreut im Gehirn und Rückenmark auftritt. Bei der Entstehung von MS spielen Klima, Alter, Genetik, Ernährung und sonstige Umweltfaktoren eine wichtige Rolle.
Im 19. Jahrhundert wurden die eigentlichen Fortschritte in der Aufklärung von MS gemacht und der französische Arzt Jean Martin Charcot gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der MS-Forschung. Seine erste Arbeit über MS verfasste er im Jahr 1868. Er verwendete auch zum ersten Mal den Ausdruck „Sclerose en plaques“, der mit MS gleichgesetzt werden kann.
Frauen leiden fast zwei Mal so oft an MS wie Männer und dafür gibt es bestimmte Gründe nämlich das Eiweißmolekül S1PR2, das Rauchen und das Interferon gamma Gen.
Grundsätzlich ist bei jedem/jeder Betroffenen die Art, die Ausprägung von Symptomen und der Krankheitsverlauf unterschiedlich und die Spanne der Erkrankung kann von einem einzigen Schub bis zu schwersten Behinderungen reichen.
Bei Verdacht auf MS gibt es unterschiedliche klinische und technische Untersuchungen.
Klinische Untersuchungen beinhalten die Untersuchung von Sehstörungen, Gleichgewichts- und/oder Koordinationsstörungen sowie die Untersuchung der Muskeln. Nervenwasseruntersuchung, Magnetresonanztomographie, Computertomographie und Blutuntersuchungen zählen zu den technischen Untersuchungsmethoden. Des Weiteren gibt es auch noch Differenzialdiagnosen.
Druckgeschwüre, Harnwegs-/Lungenentzündungen und Thrombosen sind Folgeerkrankungen, die mit MS einhergehen können.
Drei verschiedene Therapieformen sind bei MS zu unterscheiden: (i) die Therapie akuter Erkrankungsschübe, (ii) die Langzeit-Therapien, welche den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und (iii) die symptomatische Therapie bei der Symptome gezielt behandelt werden. Trotz ihrer Erkrankung können die Betroffenen grundsätzlich ihrem beruflichen Alltag nachkommen, sofern sich ihre Krankheit nicht verschlimmert. Auch eine Schwangerschaft kann in den meisten Fällen den Verlauf einer MS Erkrankung positiv beeinflussen, weil im mütterlichen Organismus immunsupressive und wachstumsfördernde Substanzen gebildet werden.
 
 Multiple Sklerose; MS; Symptome; Krankheitsverlauf; Behandlungen; Therapie; Frauen  
 
 2016  
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Frewein, Kathrin
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Physiologie
 UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.