| Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Autismus und seinen Therapie-, Behandlungs-, Förderungs- und Betreuungsmöglichkeiten. Besonderes Augenmerk wird auf die „Delphintherapie“ bzw. „delphingestützte Therapie“ gelegt. Seit Jahren wird der Frage nachgegangen, ob diese Art der Therapie erfolgreich ist. Befürworter der „Delphintherapie“ reden von „Wundern“, die mit dieser Art der Therapie passieren, die Gegenseite kontert pauschal, es handle sich dabei um Scharlatanerie - sehr teuer, jedoch wirkungslos. Um auf die Frage eine fachlich differenzierte und fundierte Antwort zu bekommen, ist es notwendig, auf objektive Forschungsdaten zurückzugreifen. Es lagen sehr lange nur Studien mit ungenügender Fallzahl vor und die Untersuchungen sind großteils nicht in deutscher oder englischer Sprache erschienen, was den Zugang zu den Forschungsergebnissen deutlich erschwerte. 2003 und 2006 wurden erstmals Studien veröffentlicht, die auch von Fachleuten ernst genommen wurden. Die Dissertation von Kohn und die Arbeit von Breitenbach, Stumpf, v. Fersen und Ebert haben wichtige Erkenntnisse über die Wirksamkeit der „Delphintherapie“ erbracht. Auch David Nathanson, der als Vorreiter der „Delphintherapie“ gilt, legte durch verschiedene Studien mehrfach Ergebnisse auf den Tisch. Untersuchte Bereiche waren Verbesserung bzw. Unterschied in Intelligenz/Kognition, Konzentration, Motorik, Kommunikation, Verhalten, emotionalem Bereich, Lebensqualität, Gesundheit, Selbstständigkeit, Fertigkeiten und Einfluss auf das Familiensystem. Zusätzlich wurden drei „Hauptbausteine“, die als Erfolgskriterium für die Therapie galten bzw. gelten, untersucht. Diese waren: Urlaubs- und Freizeitatmosphäre, sozialpädagogische Betreuung der Familien und Interaktion mit den Delphinen. Die Wirksamkeitsüberprüfung soll somit nicht für ein reines „Schwimmen mit Delphinen“ erbracht werden. Evaluiert wird immer ein therapeutisches Setting, bei dem ein multidisziplinäres Therapeutenteam klassische Therapieelemente mit verschiedenen Wirkweisen des Delphins sowie familienunterstützende Faktoren in einer ganz besonderen Umgebung kombiniert. Meist werden auch noch klassische Therapiestunden in einem Klassenraum angeboten, die als Teil des ganzen Therapieangebotes gesehen werden sollen und sich meist als sehr sinnvoll erweisen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, fundierte Untersuchungen zur Wirksamkeit dieser Therapiemethode darzustellen und zu hinterfragen, welche Art von Behandlung bzw. Therapie bei Autismus am wirkungsvollsten erscheint. |