| Die Anlage eines Enterostomas und dadurch die Kontrolle über die Ausscheidung zu verlieren, ist ein wahrlicher Einschnitt in das Leben eines Menschen. Denn es ist ja nicht nur das Enterostoma alleine, dem Ganzen geht ja auch eine schwere Krankheit voraus.
Die Lebensqualität wird vermindert, die betroffene Person zieht sich zurück, verliert an Selbstbewusstsein und auch die Freunde und Verwandten wissen oft nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Um der Betroffenen bzw. dem Betroffenen die Situation zu erleichtern, ist es daher wichtig, schon vor der Operation über das Thema zu reden und die Patientin bzw. den Patienten sowie ihre oder seine Angehörigen vorzubereiten.
Zur richtigen Vorbereitung zählt auch die präoperative Markierung. Sie sollte so durchgeführt werden, dass die Patientin bzw. der Patient das Versorgungssystem nach der Operation gut sehen und zur Versorgung auch gut erreichen kann. Die Entscheidung, welches System schlussendlich verwendet wird, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab.
So bald wie möglich sollte die Patientin bzw. der Patient lernen, wie die Versorgung des Systems erfolgt. Wenn die Patientin oder der Patient nicht in der Lage dazu ist, sind die Angehörigen einzuschulen oder es ist dafür zu sorgen, dass sich ein Pflegedienst um die Versorgung kümmert, sobald die Patientin bzw. der Patient aus dem Krankenhaus entlassen wird.
Methoden wie die Irrigation des Kolons oder Hilfsmittel wie Kappen, Filter aber auch Informationsgespräche und Selbsthilfegruppen sollen die Lebensqualität von Betroffenen so gut wie möglich steigern.
Im besten Fall kommt es zur Stomarückverlegung, aber dies ist nur in seltenen Fällen möglich.
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