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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
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Bibliografische Informationen
Titel
Zerrissen zwischen Extremen – Leben mit einer Borderline-Störung
Kurzfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde die Borderline-Persönlichkeitsstörung bearbeitet. Zu diesem Zweck wurde eine Forschungsfrage gestellt und mit Hilfe der einzelnen Themen der Arbeit erörtert. Dabei ergab sich, dass sich die Borderline-Störung, die zwischen Neurose und Psychose liegt, schwerwiegend auf das Leben der Betroffenen auswirkt und in vielfältigen Problemen manifestiert. Was die Erkrankung besonders unerträglich macht, ist der schwierige Umgang mit Emotionen. Das wirkt sich in vielen verschiedenen Fällen negativ auf die Betroffenen und ihr Umfeld bzw. ihre sozialen Kontakte aus. Die Erkrankung entsteht und basiert auf verschiedenen, beschwerlichen, äußeren Umständen, die es nicht ermöglichen, eine Identität aufzubauen. Die Borderline- Persönlichkeit ist zwar imstande, sich als eigene Person wahrzunehmen, doch fehlt ihr die grundlegende Integration von guten und bösen Objekt- und Selbstbildern. Die kindlichen Abwehrmechanismen der Spaltung bleiben dadurch bestehen und bewirken das für Borderline typische, in Extremen ausgerichtete Denken und Verhalten. Dadurch kommt es bei den Betroffenen zu einer tiefen Verunsicherung gegenüber anderen Personen, in deren Folge weitere primitive Abwehrmechanismen zum Eigenschutz eingesetzt werden.
Andererseits konnte festgestellt werden, dass es für die Betroffenen auch Möglichkeiten der Genesung gibt. Dafür gibt es verschiedene Ansätze, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Die Wahl der Ansätze hängt vom Patienten/von der Patientin und der Schwere der Erkrankung ab. Borderline-Patienten/Patientinnen können nie mehr vollkommen gesund werden und müssen weiterhin mit Beeinträchtigungen leben. Jedoch kann das Leben durch eine angepasste Therapie maßgeblich verbessert werden. Wie anhand von vielen verschieden Auswirkungen gezeigt wurde, ist die Erkrankung für die Betroffenen eine enorme Belastung.
Abschließend wird festgestellt, dass die Frage, mit welchen Konflikten und Problemen sich die Patienten/Patientinnen auseinandersetzen müssen, differenziert beantwortet werden muss. Einerseits wird ihnen mit den möglichen Therapien geholfen, das Leben erleichtert zu bewältigen. Andererseits können Auslöser und erneute Anfälle verhindert und gegengesteuert werden. Somit ist es wichtig, über die Probleme und Konflikte informiert zu sein, die Gefahr zu erkennen und betroffenen Personen zu helfen. Insgesamt lässt sich der Schluss ziehen, dass Borderline eine ernst zu nehmende Erkrankung ist.
Schlagwörter
Borderline, Persönlichkeitsstörung, Selbstzerstörung
Anzahl Seiten
41
Publikationsjahr
2013
Volltext
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Marginter, Theresa
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Lehrstuhl für Physiologie
Studium
UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.
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