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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten der Alzheimer-Demenz  
 Die Alzheimer Erkrankung ist eine der häufigsten Formen der Demenz und zählt weltweit 36 Millionen Betroffene. Durch die weiterhin steigende Lebenserwartung wird auch die Anzahl der Alzheimer Betroffenen in Zukunft ansteigen. Obwohl die Alzheimerforschung in den letzten Jahren immer neue Erkenntnisse gewinnt, ist derzeit noch keine kurative oder präventive Therapie möglich. Die vorhandenen Medikamente und Therapien können lediglich die Auswirkung auf kognitive Leistungen und Alltagsaktivitäten für begrenzte Zeit einschränken.

Gegenwärtig stehen zwei wirksame Substanzgruppen (Acetylcholinesterase-Hemmer und Antiglutamate) zur medikamentösen Behandlung der Kernsymptome zur Verfügung. Durch die Regulation veränderter Neurotransmissonen sollen diese zu einer temporären Verbesserung, beziehungsweise Erhaltung kognitiver Leistungen führen. Obwohl die Evidenzlage der nicht-pharmakologischen Behandlung mit der medikamentösen Behandlung quantitativ und qualitativ nicht vergleichbar ist, konnte die Effektivität verschiedener kognitiver und psychosozialer Interventionen dennoch bestätigt werden.

Kognitive Interventionen konzentrieren sich vor allem auf die Einspeicherung und Bildung neuer Gedächtnisinhalte sowie die Kompensation besonders beeinträchtigter Gedächtnisleistungen. Die Arbeit bietet eine Auswahl an effektiven und häufig angewendeten Therapiemöglichkeiten. Zu diesen zählen die Realitätsorientierungstherapie, die Reminiszenztherapie, die Selbsterhaltungstherapie und die Validationstherapie. Ziele der verschiedenen Interventionen sind die Verbesserung der Orientierung und des Gedächtnisses, der Erhalt der persönlichen Identität sowie der Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte.

Im Vordergrund der psychosozialen Interventionen steht eine vertrauensvolle und empathische Beziehung zwischen Arzt/Ärztin, Patient/in und dessen/deren Familie. Dies soll den Zugang zu den Patienten/Patientinnen erleichtern. Beschriebene Möglichkeiten der psychosozialen Interventionen sind die Ergotherapie, die körperliche Aktivität, multisensorische Verfahren und künstlerische Therapien. Ziele sind die Förderung und der Erhalt der selbstständigen Durchführung täglicher Aktivitäten, um somit auch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Die Alzheimerforschung muss weltweit vorangetrieben werden. Investitionen in weiterführende Forschung, im Hinblick auf eine Verbesserung und Weiterentwicklung derzeitiger Interventionsstrategien sowie die Entwicklung neuer Strategien sollen die Effektivität der derzeitigen Behandlungen steigern und möglicherweise zur Entwicklung präventiver und kurativer Maßnahmen beitragen.

 
 Alzheimer-Demenz, nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten , medikamentöse Therapiemöglichkeiten, kognitive Interventionen, psychosoziale Interventionen  
 52
 2014  
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 Gerontologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Marginter, Katharina
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Physiologie
 UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.