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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Homöopathie im Vergleich zur Schulmedizin am Beispiel der Krebstherapie  
 Das Ziel der homöopathischen Behandlung ist die Steuerung der Regulationsmechanismen des Körpers und die Anregung der Selbstheilungskräfte durch bestimmte Arzneimittel. Die drei Grundpfeiler der Homöopathie bilden die Arzneimittelprüfung, das Ähnlichkeitsprinzip sowie die individuelle Symptomatik. Einer der wichtigsten Aspekte der Homöopathie ist die starke Wirksamkeit der Arzneimittel trotz vielfacher Verdünnung bzw. Potenzierung.

Bei Krebs handelt es sich um eine Erkrankung der zellulären Signalmechanismen. Die Folgen von Schäden an den Regelkreisen, die für die Differenzierung und das Wachstum verantwortlich sind, äußern sich in erhöhtem Zellwachstum und damit einer Tumorbildung. Eine Tumorbildung oder Kanzerogenese verläuft in den Phasen der Initiation, Promotion und Progression. Die drei wichtigsten schulmedizinischen Behandlungen von Tumorerkrankungen sind die Chemotherapie, die Strahlentherapie und die onkologische Chirurgie. Die homöopathische Krebsbehandlung kann in verschiedenen Stadien einer Krebserkrankung eingesetzt werden. Sie wird zur Vorbereitung auf schulmedizinische Interventionen, als Begleittherapie und zur Nachbehandlung eingesetzt. In erster Linie wird damit versucht, die Nebenwirkungen schulmedizinischer Behandlungen zu mildern. Die Unterschiede zwischen Homöopathie und Schulmedizin liegen bei der Diagnose, dem Symptomenverständnis, den Behandlungsarten und den Medikamenten. Trotzdem können auch Gemeinsamkeiten gefunden werden. Dazu gehören beispielsweise die Zielsetzung beider Disziplinen sowie die Früherkennung und Aufklärung von Krebserkrankungen. Die Vorteile der Homöopathie liegen in der Behandlung mit nebenwirkungsfreien Arzneimitteln, der Behandlung von Säuglingen und Schwangeren sowie der stärkenden Wirkung auf das Immunsystem. Die homöopathische Krebstherapie bietet eine umfassende psychische, physische und soziale Anamnese, Begleitmittel zur Behandlung von Nebenwirkungen und TherapeutInnen mit beratender und unterstützender Funktion. Die Grenzen der Homöopathie werden durch mechanische Probleme, durch nicht mehr regulierbare Steuermechanismen, einen geschwächten Organismus, gesetzliche Vorgaben oder durch die Fähigkeiten von TherapeutInnen erreicht. Die Homöopathie sieht sich selbst als Partner der Schulmedizin und versucht, diese Beziehung positiv zu nutzen. Aber auch die schulmedizinische Sicht gegenüber der Homöopathie hat sich geändert. Wesentlich ist, dass die Homöopathie alleine nur in sehr seltenen Fällen in der Lage ist, eine Krebserkrankung zu heilen. In Zusammenarbeit mit der Schulmedizin können jedoch gute Erfolge erzielt werden.

 
 Homöopathie, Krebstherapie  
 46
 2014  
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Taschwer, Julia Magdalena
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Physiologie
 UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.