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Medizinische Universität Graz    

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Bibliografische Informationen
 Arterielle Hypertonie und ihre Folgeerkrankungen  
 Arterielle Hypertonie ist eine Erkrankung, die massive Folgeschäden hervorruft, aber trotzdem immer noch unterschätzt wird. In Österreich sind ca. ein Viertel aller Einwohner und Einwohnerinnen vom arteriellen Bluthochdruck betroffen, viele versterben auch daran.

Prinzipiell wird ab einem Blutdruckwert von über 140/90 mmHg von Hypertonie gesprochen, dies wurde von der WHO als Grenzwert festgelegt. Es gibt zudem unterschiedliche Möglichkeiten, den erhöhten Blutdruck auch zu klassifizieren, hierbei wird nach den Kriterien Blutdruckhöhe, klinischer Verlauf sowie Ursachen und

Endorganschädigungen vorgegangen.

Die Ursachen der Hypertonie sind vielfältig, prinzipiell unterscheidet man die primäre Hypertonie von der sekundären. Die primäre Hypertonie, von der ca. 90 % betroffen sind, ist multifaktoriell bedingt; zu den beeinflussenden Faktoren zählen eine gesteigerte Sympathikusaktivität, genetische Veranlagung, Kochsalzsensitivität, Übergewicht und

bewegungsarmer Lebensstil sowie Stress.

Die sekundäre Hypertonie ist im Gegensatz dazu auf eine systemische oder organische Erkrankung zurückzuführen. Hierbei wird zwischen renoparenchymatöser, renovaskulärer,

endokriner und kardiovaskulärer Hypertonie unterschieden. Es zeigt sich also deutlich, dass Bluthochdruck eine Erkrankung ist, die von vielen Faktoren abhängig ist und ebenso viele Ursachen haben kann.

Problematisch ist es, dass sich oft erst spät Symptome der Erkrankung zeigen, da der Körper die Schäden lange kompensieren kann. Zu Beginn können unspezifische

Symptome wie zum Beispiel Kopfschmerzen erste Anzeichen sein, später zeigen sich oft die massiven Auswirkungen des Bluthochdrucks und die Symptome der Folgeerkrankungen.

Bluthochdruck hat massive Auswirkungen auf Gefäße und Organe und kann ernste Schäden und Folgeerkrankungen hervorrufen. Betroffen sind vor allem Auge, Gehirn, Herz

und Nieren. Die Gefäße werden durch den erhöhten Blutdruck massiv geschädigt, was einerseits an den Gefäßen selbst sichtbar ist, andererseits sich aber auch an den Organen

manifestiert. An den Gefäßen kommt es zu einer Intima-Verdickung und auch arteriosklerotische Veränderungen werden durch den Bluthochdruck gefördert. Die Gefahr

von Aortendissektionen und Bauchaortenaneurysmen ist durch Hypertonie sehr groß.

Durch die permanente Druckerhöhung kann es auch zur hypertensiven Retinopathie kommen, welche im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann. Ebenso wird das Herz

durch Hypertonie stark belastet, koronare Herzerkrankungen, Linksherzhypertrophie und Herzinsuffizienz können die Folge sein. Im Gehirn verursachen der hohe Blutdruck und die

dadurch bedingten Veränderungen an den Gefäßen Schlaganfälle und Transiente Ischämische Attacken, aber auch Demenz kann durch Hypertonie hervorgerufen werden.

An der Niere führt der Bluthochdruck ebenfalls zu ernsthaften Beeinträchtigungen, die eventuell sogar zur Niereninsuffizienz führen können.

Deswegen ist es von enormer Wichtigkeit, dass Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und gut therapiert wird. Zu Beginn jeder Therapie sollte eine Lebensstiländerung in Richtung gesunde Ernährung, Bewegung, Stressminderung sowie die Vermeidung von Nikotin und Alkohol stehen.

Die medikamentöse Therapie muss dann sehr individuell auf den Betroffenen/die Betroffene abgestimmt werden. In der Therapie haben sich die fünf Antihypertensiva der

ersten Wahl durchgesetzt (ACE-Hemmer, AT1-Rezeptorantagonisten, Beta-Blocker, Diuretika und Kalziumantagonisten). Diese Substanzgruppen

haben einen erwiesenen therapeutischen Effekt und helfen, den erhöhten Blutdruck zu senken.

Es zeigt sich also, welch drastische Auswirkungen Hypertonie haben kann und wie wichtig es ist, dass Bluthochdruck richtig behandelt wird. Es gibt schon gute Therapiemöglichkeiten, medikamentös und nichtmedikamentös, die auch von allen Betroffenen genutzt werden sollten.  
 Arterielle Hypertonie; Bluthochdruck; Folgeerkrankungen; Endorganschäden;  
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 2014  
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Ogris, Barbara
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Physiologie
 UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
  Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.