| Inkontinenz unterscheidet sich von anderen Gesundheitsstörungen insofern, dass es sich um ein stark tabuisiertes Leiden handelt, über das in der Öffentlichkeit faktisch kaum gesprochen wird. Harninkontinenz ist zwar nicht lebensbedrohlich, aber für die Betroffenen sehr unangenehm und die persönliche Freiheit und Lebensfreude werden oft sehr weit eingeschränkt. Frauen sind davon wesentlich häufiger betroffen als Männer. Rund 850.000 Österreicherinnen und 150.000 Österreicher leiden an Harninkontinenz. Vor allem Schwangerschaft und Geburt gelten als Risikofaktoren für die Entstehung einer Harninkontinenz. Viele Frauen leiden während und nach einer Schwangerschaft daran. Manchmal entwickelt sich daraus ein bleibendes Problem und dennoch lassen sich viele nicht dagegen behandeln. Einerseits liegt es sicher daran, dass das Thema ihnen peinlich ist, andererseits glauben sie vielleicht, dass es sich um eine unvermeidliche Folge der Geburt handelt. Doch die Medizin hat in den letzten Jahren auf diesem Gebiet enorme Fortschritte gemacht, die die Entwicklung neuer Behandlungsformen ermöglicht haben. Viele Ursachen einer Harninkontinenz lassen sich leicht beheben und erfolgreich behandeln. |