| Es gibt 2 verschiedene Formen dieser Erkrankung, zum einen Progerie Typ I oder Hutchinson-Gilford-Syndrom, welchem ich mich in meiner Arbeit gewidmet habe, das bereits Kleinkinder zu Greisen werden lässt und andererseits Progerie Typ II, auch Werner-Syndrom genannt, welches erst in der Lebensmitte auftritt und auch einen anderen Gendefekt zur Ursache hat, auf welchen ich jedoch nicht näher eingegangen bin.
Eine Vielzahl an verschiedenen Symptomen wie schütteres Haar, durchsichtige Haut, schmaler Unterkiefer, gelbliche, verformte Nägel und brüchige Knochen um nur einige zu nennen, die im Normalfall nur bei alten Menschen auftreten, erschwert den Kindern mit diesem Syndrom das Leben erheblich und lässt sie auch früh sterben.
Der Tod erfolgt wie dies bei alten Menschen meist der Fall ist durch Arteriosklerose, Zerebralsklerose oder Herzinfarkt. Bei der Hutchinson-Gilford-Progerie sterben die Patienten
jedoch schon im Alter von ca. 13 Jahren an diesen Folgen.
Bei der Geburt sind noch keinerlei Anzeichen auf eine Erkrankung zu erkennen, weil sich das Syndrom erst im Laufe der ersten Lebensjahre entwickelt. Dies führt zu Beginn aber auch meist zu einer falschen Diagnose weil viele Ärzte gar nicht mit diesem Syndrom vertraut sind und es auch nur sehr selten auftritt. Nach Angaben der europäischen Stiftung für Progerie sind seit 1886 lediglich 150 Fälle bekannt. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Krankheit bislang noch nicht vollständig erforscht ist.
Daher ist es zur Zeit auch nur möglich, den kleinen Patienten durch verschiedene Therapien eine Linderung ihrer Beschwerden zu verschaffen und den Angehörigen den Umgang mit dieser seltenen Erkrankung zu erleichtern. Eltern müssen dabei zusehen wie ihre Kinder vergreisen und an Altersschwäche sterben während sie selbst wahrscheinlich noch nicht einmal Anzeichen davon
kennen. Daher ist es auch sehr wichtig, dass es Stiftungen und internationale Treffen für Kinder mit dieser Erkrankung und deren Eltern gibt. Dort sind die Kinder unter ihresgleichen und werden auch nicht schief angeschaut und ihre Eltern können Kontakt zu anderen Menschen in ihrer Situation aufnehmen und sich über Erfahrungen austauschen.
Für alle Betroffenen sowie auch für die Angehörigen wäre es jedoch sehr wichtig, weiterhin intensiv an der genauen Ursache zu forschen damit man die Mutation vielleicht eines Tages schon von vornherein erkennen und dann auch adäquat behandeln oder ihr Auftreten vielleicht sogar verhindern kann.
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