| In Österreich leben zurzeit ca. 160 000 Menschen mit der Diagnose Herzinsuffizienz. Steigende Erkrankungszahlen in den kommenden Jahren sind zu erwarten. Die Herzinsuffizienz wird definiert als das Unvermögen des Myokards, den Organismus in Ruhe und bei Belastung mit einer den Bedürfnissen angepassten Blutmenge zu versorgen. Der Herzinsuffizienz liegen die unterschiedlichsten Ursachen zu Grunde. Häufigste Ursache ist die Koronare Herzkrankheit gefolgt von der arteriellen Hypertonie. Viele andere Krankheiten können aber auch eine Herzinsuffizienz entstehen lassen wie etwa dilatative Kardiomyopathien oder Insuffizienzvitien. Kardinalsymptom der Herzinsuffizienz ist die Dyspnoe. Weitere typische Symptome sind unter anderem körperliche Schwäche, Beinödeme, Husten, Aszites. Die Anzahl der Neuerkrankungen sowie die Krankheitshäufigkeit ist altersabhängig, bei den über 80-jährigen steigt die Prävalenz sogar auf 50 bis 80 %. Die Prognose der Herzinsuffizienz ist prinzipiell als schlecht einzustufen. Egal, ob diastolische, systolische, akute oder chronische Herzinsuffizienz, sie beeinträchtigt wesentlich die Lebensqualität der PatientenInnen und verringert ihre Lebenserwartung. Daher ist es wichtig, frühzeitig eine Diagnose zu stellen um rasch mit einer Therapie beginnen zu können. Ziele der medikamentösen Therapie (z.B. ACE-Hemmer) als auch der nicht-medikamentösen Therapieformen (z.B. Herzschrittmacher und implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) sind die Steigerung der Lebensqualität, die Verminderung der Progression der Erkrankung, die Verbesserung der Symptomatik, niedrige Rehospitalisierungsraten und Minimierung des Mortalitätsrisikos. Schlussendlich kann eine terminale Herzinsuffizienz aber nur durch eine Herztransplantation geheilt werden. |