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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
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Bibliografische Informationen
Titel
Physiologie im alpinen Raum
Kurzfassung
In der Höhe ist der menschliche Organismus einigen Veränderungen der Umwelt unterworfen. Der Luftdruck, v.a. der Sauerstoffpartialdruck sinkt mit zunehmender Höhe. Die Temperatur, der Wasserdampfgehalt und die Luftdichte nehmen ebenfalls ab. Der Organismus versucht, sich den ständig wechselnden Bedingungen anzupassen und gegebene Defizite auszugleichen. Diesen Vorgang nennt man Akklimatisation. Die Atemtätigkeit verstärkt sich und das Herz-Kreislauf-System wird angeregt.
Während der Druck, die Dichte, die Temperatur und der Wasserdampfgehalt in der Höhe fallen, erhöht sich die Strahlung massiv. Vor allem die zunehmende Intensität der UV- Strahlung ist gefährlich für Haut und Augen, deshalb werden ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und Sonnenbrillen mit 100%igem UV-Filter bei jedem Höhenaufenthalt empfohlen.
Der limitierende, leistungsbegrenzende Faktor beim Bergsteigen scheint die Höhe selbst zu sein, wobei der geringere Sauerstoffpartialdruck die entscheidende Rolle spielt. Nicht jeder Mensch verträgt die Höhe gleich gut und Anpassungsvorgänge können auch unterschiedlich lange dauern, sowie es auch bei jedem Höhenaufenthalt unabhängig vom Geschlecht zu Acute Mountain sickness (AMS) und zu anderen Erkrankungen bzw. Unfällen kommen kann.
Durch die Ernährung kann die Akklimatisation weder ersetzt noch beschleunigt werden. Bergsteigen im Allgemeinen verändert den Metabolismus, im Speziellen erhöht sich der Energieverbrauch v.a. der Kohlenhydrate bzw. liegt ein hoher Flüssigkeitsverlust vor. Eine Ernährungsempfehlung bei der Ausübung von alpinen Disziplinen ist gegeben, um die Leistung zu erhalten und zu fördern. Dazu zählen erhöhte Kohlenhydrat- und Flüssigkeitszufuhr in kleinen Mengen und häufigeren Mahlzeiten. Dabei sollten Nahrungsmittel ausgewählt werden, die den Appetit anregen und einem schmecken. Auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist ebenfalls zu achten.
Schlagwörter
Physiologie, alpiner Raum, Bergsteigen, Akklimatisation, Höhenkrankheit, Ernährung
Anzahl Seiten
56
Publikationsjahr
2011
Volltext
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Mayer, Melanie
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Lehrstuhl für Physiologie
Studium
UO 033 300 Bachelorstudium; Gesundheits- und Pflegewissenschaft  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Gries, Anna; Ao.Univ.-Prof. Dr.phil.
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