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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Dermoskopische Merkmale von SAMPUS und MELTUMP
Kurzfassung
Das kutane Melanom ist eine aggressive Hautkrebsform mit steigender Inzidenz. Obwohl die
Histopathologie als Goldstandard gilt, gibt es melanocytäre Läsionen mit unklaren Merkmalen,
die nicht eindeutig als gutartig oder bösartig klassifiziert werden können. Dies führte zur
Einführung der Kategorien SAMPUS (superfizielle atypische melanozytäre Proliferation
unklarer Signifikanz) und MELTUMP (melanozytäre Tumoren mit unklarem malignem
Potenzial), die eine diagnostische „Grauzone“ darstellen.
Diese Gruppen sind heterogen und erlauben keine sichere Vorhersage des biologischen
Verhaltens. SAMPUS-Läsionen sind meist oberflächlich und zeigen ein geringes
Malignitätsrisiko, während MELTUMPs eine dermale Komponente besitzen und selten
metastasieren können. Dennoch besteht bei beiden eine diagnostische Unsicherheit und hohe
Variabilität zwischen Pathologen.
In dieser retrospektiven Studie wurden 25 Fälle (9 SAMPUS, 16 MELTUMP) analysiert.
MELTUMP trat häufiger bei Frauen und an den unteren Extremitäten auf, während SAMPUS
häufiger bei Männern und am Rumpf vorkam.
Dermatoskopisch zeigten MELTUMP-Läsionen signifikant häufiger melanomtypische Merkmale
wie atypisches Pigmentnetz, Blotches und periphere Unregelmäßigkeiten. SAMPUS wies
weniger atypische und einfachere Strukturen auf. Andere Merkmale unterschieden sich nicht
signifikant.
Die Ergebnisse zeigen, dass MELTUMP dermatoskopisch stärker dem Melanom ähnelt und
möglicherweise biologisch aktiver ist, während SAMPUS eher indolent verläuft. Dennoch reicht
die Dermatoskopie allein nicht aus, um die diagnostische Unsicherheit zu beseitigen.
Die Studie unterstreicht die Grenzen der rein morphologischen Diagnostik und betont die
Notwendigkeit eines multimodalen Ansatzes, der Histopathologie, Dermatoskopie und
molekulare Methoden kombiniert, um Diagnostik und Therapie zu verbessern.
Schlagwörter
Melanom, Dermatoskopie, SAMPUS, MELTUMP, melanozytäre Läsionen
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Sachgebiete
Dermatologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Przybyszewska-Goldberg, Joanna; dr
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Medizinische Universität Graz
Studium
UO 992 272 Universitätslehrgang; MA Dermoscopy and Prev. Dermatooncology  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Hofmann-Wellenhof, Rainer; Ao.Univ.-Prof. Dr.med.univ.
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