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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Charakterisierung der Rolle des Enzyms Dimethylglycindehydrogenase im Sarkosinmetabolismus von humanen Prostatakarzinomzellen  
 Hintergrund: Im Jahr 2009 wurde Sarkosin als potenziell neuer Tumormarker für Prostatakrebs entdeckt. Sarkosin wurde mit der Aggressivität von Prostatakarzinomen (PCa) in Verbindung gebracht. Weiters scheint Sarkosin im Tumormetabolismus bzw. in der Kanzerogenese involviert zu sein. Das Enzym Dimethylglycindehydrogenase (DMGDH) spielt eine entscheidende Rolle im Cholin-Metabolismus durch die Demethylierung von Dimethylglycin zu Sarkosin. Dennoch ist bislang nur sehr wenig über eine Rolle des Enzyms im Zusammenhang mit dem PCa bekannt. Ziel dieser in vitro Studie ist es deshalb, den Einfluss der DMGDH auf die Sarkosinsynthese, Zellmigration und Zellproliferation der PCa-Zelllinien DU-145, PC-3 und LNCaP zu evaluieren.
Methoden: Die Expression der DMGDH in humanen PCa Zelllinien mit und ohne Androgenstimulation wurde auf mRNA und Proteinebene mittels qPCR (Taqman® qPCR) bzw. mit Immunfluoreszenz und Western Blotting analysiert. Um den Einfluss der DMGDH auf Sarkosinsynthese, Zellmigration und Zellproliferation analysieren zu können, wurde ein Silencing des Enzyms mittels ShRNA System mit lentiviralem Vektor durchgeführt. Die Messung der intrazellulären Sarkosinkonzentration wurde mittels HPLC realisiert. Um das Proliferations- bzw. Migrationsverhalten beurteilen zu können wurden WST-1® Proliferationsassays bzw. Wound healing Assays verwendet.
Ergebnisse: Auf mRNA-Ebene konnte sehr schwache Expression der DMGDH in allen drei getesteten PCa-Zelllinien nachgewiesen werden ohne Sensitivität auf Androgenstimulation. Die mRNA-Expression der DMGDH konnte durch das sHRNA-Silencing erfolgreich verringert werden. Der Proteinnachweis des Enzyms in den PCa-Zelllinien lieferte jedoch ein inkonklusives Ergebnis, da die Immunfluoreszenz-Assays zwar Expression der DMGDH suggerierten, jedoch die Western Blotting Experimente keine spezifischen DMGDH-Signale erbrachten. Weiters konnte kein Effekt durch das Silencing der DMGDH hinsichtlich Zellproliferation, Zellmigration und intrazellulärer Sarkosinkonzentration in DU-145 Zellen beobachtet werden.
Schlußfolgerung: Unsere Daten legen nahe, dass das Enzym DMGDH nur eine untergeordnete Rolle im Sarkosinmetabolismus in humanen PCa-Zellen zu spielen scheint.  
 Sarkosin; Prostatakarzinom; Dimethylglycindehydrogenase; DMGDH; Sarkosinmetabolismus;  
 
 2018  
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 Biochemie
 Molekularbiologie
 Onkologie
 Pathophysiologie
 Zellbiologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Haider, Michael
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Immunologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Fuchs, Robert; Univ.-Ass. Mag. Dr.scient.med.
  Sadjak, Anton; Univ.-Prof. Dr.phil.