Loading
Medizinische Universität Graz
Hilfe
Meine Abschlussarbeiten - Publikationen
Dissertation - Detailansicht
Gehe zu
Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Sekundäre hochgradig maligne Gliome nach maligner Transformation eines niedriggradigen Glioms im Kindes- und Jugendalter: Klinische, epidemiologische und molekulare Charakteristika
Kurzfassung
Hintergrund: Die maligne Transformation (MT) von niedriggradigen Gliomen (LGG) zu hochmalignen Gliomen (HGG) ist im Kindes- und Jugendalter selten, hat aber gravierende Folgen. Wir erforschten dieses weitgehend unbekannte Phänomen.
Methoden: 47 pädiatrische Patient*innen mit histologischer oder radiologischer (n=6) Diagnose eines primären LGG und sekundären HGG wurden zwischen 1996-2024 im HIT-Netzwerk registriert. Von 39 Patient*innen waren Tumorpaare vom LGG und HGG für neuropathologische Re-Analysen verfügbar.
Ergebnisse: Im Median kam es 4,1 (0,6-14,5) Jahre nach LGG-Erstdiagnose zur MT. Die kumulative Inzidenz nach 15 Jahren betrug 3,3±1,0% (22/1573 SIOP-LGG-2004 Patient*innen) und 12,3±4,1% (9/102) bei diffusen LGG. Diffuse und disseminierte LGG zeigten ein erhöhtes MT-Risiko. Die MT war gekennzeichnet durch deutliches Tumorwachstum (bei 84%) und eine Zunahme der nukleären p53 Akkumulation (bei 74%) sowie von zytogenetischen und molekularen Alterationen. Homozygote CDKN2A/B Deletionen (43%), ATRX-Verlust (32%) und Chromosom 18-Verluste (43,5%) waren die häufigsten Veränderungen in HGG. Tumorpaare änderten ihre Methylierungsklasse, 23/39 Tumoren zeigten keinen Match. Umschriebene LGG (n= 29; 48% PA) zeigten MAPK-Signalweg-Alterationen (50% BRAF V600E Mutation; 27% BRAF-Fusion) und transformierten zu nicht-diffusen HGG (n=21), aber auch zu diffusen Grad 4 HGG. Eine initial vorhandene H3 K27M/BRAF V600E Co-Mutation bei drei dieser Patient*innen führte zur MT in ein fatales Diffuses Mittelliniengliom. Diffuse LGG (histologisch, n=15; radiologisch, n=3), die in 36% IDH1-mutiert waren, entwickelten diffuse WHO-Grad 3 (n=7) oder Grad 4 HGG (n=8) bzw. radiologische HGG (n=3). 36 Patient*innen (77%) erhielten nach MT eine HGG-Radiochemotherapie. Das 5-Jahres-Gesamtüberleben nach MT betrug 37,9±7,1%. HGG-suspekte MRT-Veränderungen bei MT, inkomplette Resektion und Disseminierung waren prognostisch ungünstig.
Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit einer sorgfältigen Langzeitobservanz bei Patient*innen mit pLGG. Eine Resektion oder Biopsie mit (erneuter) molekularer Aufarbeitung sollte bei Rezidiv/Progression oder „atypischen“ Tumoren erfolgen, um Patient*innen mit MT-Risiko zu identifizieren und adäquat zu behandeln.
Schlagwörter
maligne Transformation; pädiatrische LGG; sekundäre HGG
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Perwein, Thomas; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Studium
UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Benesch, Martin; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
CO – Betreuer/in (intern)
Bauernhofer, Thomas; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
CO – Betreuer/in (intern)
Haybäck, Johannes; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.sc.nat
©2026 Medizinische Universität Graz. Alle Rechte vorbehalten.
| MEDonline powered by
CAMPUSonline
® |
Impressum
|
Feedback
Loading ...