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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Einfluss von Amyloid-Beta-Oligomeren auf die Synapsenzahl und -struktur im Gewebekulturmodell  
 Die Alzheimer-Erkrankung ist derzeit die mit Abstand häufigste Form aller demenziellen Erkrankungen weltweit. Der neurodegenerative und progrediente Verlauf stellt aufgrund vieler Faktoren, wie alternder Gesellschaft und steigender Fallzahlen, eine große Herausforderung für die medizinische Wissenschaft der Zukunft dar. Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, inwiefern sich die Gabe von Amyloid-Beta-Oligomeren sowie Eisen auf die Synapsenzahl sowie weitere ultrastrukturelle Merkmale im Gehirn auswirkt. Betrachtet wurden diese Aspekte im Gewebekulturmodell, wobei sowohl humane, als auch porzine Gewebeschnitte des Hippocampus mittels organotypischer Hirnschnittkultur (OBSC) kultiviert wurden. Es folgte eine Unterteilung in vier Untergruppen: eine unbehandelte Kontrollgruppe, eine mit Eisen angereicherte Gruppe, eine mit Beta-Amyloid behandelte Gruppe, sowie eine Untergruppe aus kombinierter Anreicherung von Beta-Amyloid und Eisen. Die Proben wurden in weiterer Folge mithilfe von Transmissions-Elektronenmikroskopie analysiert, wobei Parameter wie Synapsendichte, Vesikelzahl, Durchmesser der aktiven Zone und Zahl der Dense-Core-Vesikel (DCV) quantitativ gezählt wurden.

Die Resultate der Auswertung zeigten in beiden Gewebetypen eine signifikante Abnahme der Synapsendichte in den mit Beta-Amyloid und Eisen angereicherten Untergruppen, verglichen mit der Kontrollgruppe. Eine besondere Ausprägung dieses Effekts zeigte sich im porzinen Gewebe. Gleichzeitig nahm auch die Vesikelzahl pro µm³ in den behandelten Gruppen ab. Eine Zunahme an DCV konnte lediglich in den behandelten Gruppen eruiert werden. In einigen Gruppen konnten kürzere prä- und postsynaptische Membrandurchmesser als Maß für die aktive Zone, wie auch verringerte Durchmesser des synaptischen Spaltes, gefunden werden.

Die vorgelegten Befunde betonen die Rolle von Beta-Amyloid in löslicher Form, sowie Eisen als neurotoxische Faktoren, die letztlich zur Degeneration von Synapsen im Frühstadium der Erkrankung führen. Durch den Vergleich von humanem und porzinem Gewebe konnte geeignetes Material hinsichtlich der Vergleichbarkeit verwendet werden. Die Ergebnisse präsentieren teilweise neue Einblicke in frühe pathophysiologische Veränderungen der Alzheimer-Erkrankung, im Zusammenhang mit ultrastrukturellen Korrelaten.



 
 Alzheimer;Neurologie;Elektronenmikroskopie;  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Megjidi, Randos
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Zellbiologie, Histologie und Embryologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Leitinger, Gerd; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr.rer.nat.