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Medizinische Universität Graz
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Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Zirkulierende Tumor-DNA beim metastasierten hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom mit Fokus auf die HER2-Biologie
Kurzfassung
Eine präzise Risikostratifizierung zu Beginn der systemischen Therapie ist bei Patient:innen mit HR+/HER2− fortgeschrittenem Mammakarzinom (ABC) weiterhin eine große Herausforderung. Eine verbesserte Identifikation von Patient:innen mit ungünstigem Krankheitsverlauf ist entscheidend für Therapieentscheidungen in frühen Behandlungslinien. Ziel dieser Arbeit war es, die klinische Charakterisierung von HR+/HER2− ABC zu verbessern, indem untersucht wurde, ob plasmabasierte genomische Analysen sowie quantitative Parameter der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) die prognostische Einschätzung über konventionelle klinisch-pathologische Faktoren hinaus verbessern. Darüber hinaus wurden potenzielle biologische Unterschiede zwischen HER2-low- und HER2-0-Tumoren untersucht. Ergänzend wurde eine landesweite Initiative zur Evaluation der plasmabasierten ESR1-Testung durchgeführt, um die Identifikation geeigneter Patient:innen für eine Therapie mit Elacestrant zu prüfen und Einblicke in die molekulare Heterogenität unter Alltagsbedingungen zu gewinnen.
Mithilfe eines tumoragnostischen plasmabasierten Sequenzierungsansatzes wurden ctDNA-basierte genomische Alterationsmuster charakterisiert und quantitative Parameter analysiert. Die genomischen Profile entsprachen bekannten Merkmalen von HR+/HER2− Erkrankungen, einschließlich häufiger Veränderungen in PIK3CA, TP53 und ESR1. ESR1-Mutationen traten in späteren Therapielinien häufiger auf, was auf klonale Selektion hinweist. Die Integration mutationsbasierter und genomweiter ctDNA-Parameter erhöhte die Nachweissensitivität und ermöglichte eine umfassendere Charakterisierung der Tumorlast. Die meisten Parameter waren mit klinischen Endpunkten assoziiert und verbesserten in Kombination mit klinischen Basisvariablen die prognostische Stratifizierung. HER2-low- und HER2-0-Tumoren zeigten ähnliche Profile. Die plasmabasierte ESR1-Testung erwies sich als praktikabel und klinisch relevant.
Zusammenfassend stellt die ctDNA-basierte Analyse ein minimalinvasives Instrument für das personalisierte Management von HR+/HER2− ABC dar und unterstützt die Risikostratifizierung sowie therapiegeleitete Entscheidungen.
Schlagwörter
HR+/HER2- Mammakarzinom; Metastasierten Mammakarzinom; ctDNA; Liquid Biopsy; Next-Generation-Sequenzierung; ESR1-Testung; Präzisionsmedizin
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Dobrić, Nina; MSc
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 094 202 PhD-Studium (Doctor of Philosophy); Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer/in (intern)
Balic, Marija; Univ.-Prof. Dr.med.univ.et scient.med.
CO – Betreuer/in (intern)
Heitzer, Ellen; Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.
CO – Betreuer/in (intern)
Jost, Philipp; Univ.-Prof. Dr.med.
CO – Betreuer/in (intern)
Hasenleithner, Samantha; Dr.scient.med. MSc
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