Loading
Medizinische Universität Graz
Meine Abschlussarbeiten - Publikationen
Diplomarbeit - Detailansicht
Gehe zu
Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch (Sprache des Volltextes)
Englisch
Bibliografische Informationen
Titel
Breaking Bad News: Was wird gesagt und was wird gehört? Eine retrospektive Evaluierung der Kommunikation zwischen Ärzt*innen und Patientinnen im klinischen Alltag
Kurzfassung
Das Überbringen schlechter Nachrichten (Breaking-Bad-News) stellt einen wesentlichen Bestandteil der ärztlichen Kommunikation dar und ist insbesondere im Bereich der Onkologie mit hohen emotionalen Belastungen für Patient*innen und Gesundheitspersonal verbunden. Kommunikationsmodelle wie das SPIKES-Modell bieten hierfür eine strukturierte Orientierung. Ziel dieser Arbeit war es, die Wahrnehmung, Bedürfnisse und Präferenzen gynäko-onkologischer Patientinnen beim Überbringen schlechter Nachrichten zu untersuchen und diese den Schritten des SPIKES-Modells gegenüberzustellen.
Im Rahmen einer retrospektiven explorativen klinischen Interviewstudie wurden 18 Patientinnen der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Graz eingeschlossen. Die Interviews wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Als deduktives Kategoriensystem diente das SPIKES-Modell, ergänzt durch eine induktive Kategorienbildung. Zusätzlich wurde der standardisierte EORTC-QLQ-COMU26-Fragebogen ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass alle Patientinnen Aspekte der Kategorie Knowledge ansprachen. Besonders häufig wurden der Wunsch nach einer verständlichen Informationsvermittlung ohne unnötigen Fachjargon, Ehrlichkeit sowie einer an die individuelle Situation angepassten Kommunikation geäußert. Ebenfalls als bedeutsam wurden ausreichend Zeit für das Gespräch, das Vermeiden von Unterbrechungen, Empathie und emotionale Unterstützung genannt. Darüber hinaus wurde induktiv die Kategorie „Wertschätzung & Anerkennung“ gebildet. Diese beschreibt den Wunsch der Patientinnen, als Mensch und nicht ausschließlich als Erkrankte oder Nummer wahrgenommen zu werden. Die Auswertung des EORTC-QLQ-COMU26 zeigte insgesamt eine hohe Zufriedenheit der Studienteilnehmerinnen mit der Kommunikation. Das größte Verbesserungspotenzial zeigte sich im Bereich der Informationsvermittlung.
Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Bedeutung einer patient*innenzentrierten Kommunikation beim Überbringen schlechter Nachrichten. Neben einer verständlichen und ehrlichen Informationsvermittlung sind Empathie, emotionale Unterstützung und Wertschätzung wesentliche Bestandteile gelungener Gespräche. Die gewonnenen Erkenntnisse können dazu beitragen, Breaking-Bad-News-Gespräche noch stärker an den Bedürfnissen von Patientinnen auszurichten.
Schlagwörter
Breaking-Bad-News
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
König, Alexa
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Trutnovsky, Gerda; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.
Loading ...