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Medizinische Universität Graz    

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Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Evaluierung der Risikofaktoren, Diagnostik und Behandlung von Endometriumkarzinomen der Subgruppe Non specific molecular pattern (NSMP)  
 Die größte molekulare Subgruppe der Endometriumkarzinome stellt das Non specific molecular pattern (NSMP) dar, welches durch das Fehlen charakteristischer molekularer Veränderungen gekennzeichnet ist und ein heterogenes klinisches Verhalten mit unterschiedlicher Prognose zeigt. Ziel dieser retrospektiven Studie ist die Analyse klinisch-pathologischer Merkmale, sowie des Krankheitsverlaufs von Patientinnen mit NSMP-Endometriumkarzinomen, um potentielle klinisch relevante Untergruppen innerhalb der NSMP-Subgruppe zu identifizieren.

Die Analyse basiert auf dem monozentrischen Studienteil aus Graz im Rahmen der multizentrischen JAGO/NOGGO Studie (Sampinella: Multizentrische, retrospektive deskriptive Analyse der Subgruppe „No specific molecular pattern“ des Endometriumkarzinoms). Es wurden 69 Patientinnen in die Analyse eingeschlossen, die zwischen 2020 und 2023 an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Graz mit einem NSMP-Endometriumkarzinom diagnostiziert wurden.

Das durchschnittliche Follow-up betrug 19 Monate (± 16,7). Das mittlere Erkrankungsalter lag bei 64,9 Jahren (± 9,9) und der mittlere body mass index betrug 31,2 (± 7,7). Endometrioide Tumoren dominierten (89,9 %), überwiegend mit niedrigem bis mittlerem Grading. Die Mehrzahl an Karzinomen (60,8%) wurden in frühen FIGO-Stadien diagnostiziert, ein relevanter Anteil (28,9%) jedoch in fortgeschrittenen Stadien. Die Rate der dokumentierten Hormonrezeptoranalysen war gering: 40,6% wurden auf Östrogenrezeptoren und 15,9% der Karzinome auf Progesteronrezeptoren getestet. Von den auf Östrogenrezeptoren (ER) getesteten Karzinomen zeigten sich 85,7% positiv und 14,3% negativ. In der ER-positiven Gruppe (n=24) trat bei drei Patientinnen (12,5%) ein Rezidiv auf. In der ER-negativen Gruppe (n=4) trat bei zwei Patientinnen (50%) ein Rezidiv auf.

Aufgrund der geringen Fallzahl und der niedrigen Rate an Hormonrezeptorbestimmungen lässt sich in dieser Kohorte keine eindeutige prognostische Aussagekraft ableiten. In der Literatur gibt es deutliche Hinweise, dass der Hormonrezeptorstatus eine wesentliche prognostische Relevanz besitzt und das Ansprechen auf endokrine Therapien prädiktiert. Zwischenzeitlich wurde daher auch die Bestimmung des Hormonrezeptors als integraler Bestandteil der molekularen Klassifikation in die aktuelle ESGO-ESTRO-ESP-Leitlinie (2025) eingefügt.

 
 Endometriumkarzinom; NSMP; non specific molecular pattern  
 
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 Gynäkologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Polt, Yasmin Andrea
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Sieghartsleitner, Elisa; Dr.med.univ. MSc
  Trutnovsky, Gerda; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.