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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Verhaltensänderungen bei Chorioretinopathia centralis serosa Patient*Innen nach erfolgter Diagnosenstellung - eine teilretrospektive Fragebogenstudie
Kurzfassung
Hintergrund
Die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) ist die vierthäufigste Retinopathie und tritt insbesondere im jungen Erwachsenenalter auf. In der Literatur wird eine Vielzahl von Risikofaktoren diskutiert, unter anderem spielen Stress sowie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine bedeutende Rolle in der Pathogenese. In bisherigen Studien lag der Fokus primär in der Identifizierung und Beschreibung von Risikofaktoren und Persönlichkeitsmerkmalen, die das Krankheitsauftreten begünstigen. Aktiv durchgeführte Verhaltensänderungen und deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf wurden bisher nur begrenzt erforscht.
Zielsetzung
Diese teilretrospektive Fragebogenstudie zeigt auf, ob und in welchem Ausmaß Patient*Innen nach der Diagnosestellung einer CCS Verhaltensänderungen vorgenommen haben und welchen Einfluss diese auf den Krankheitsverlauf hatten.
Methoden
Die Krankenakten von Patient*Innen mit der Diagnose CCS, die sich im Zeitraum zwischen dem 01.01.2018 und dem 31.12.2021 in Behandlung an der Universitätsklinik für Augenheilkunde in Graz befanden, wurden für die Untersuchung herangezogen. Es wurden sowohl retrospektiv Daten aus Krankenakten als auch prospektiv Daten mittels telefonischer Fragebogenerhebung gesammelt. Dabei wurde ein Telefongespräch anhand vordefinierter Fragen durchgeführt. Der Fragebogen beinhaltete validierte psychometrische Instrumente sowie selbst entwickelte Fragen zu krankheitsbezogenen und psychosozialen Aspekten. Die erforderlichen Informationen wurden aus den klinikinternen Systemen wie EyeMed, Heyex und OpenMEDOCS erhoben.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 46 Patient*Innen nach schriftlicher Zustimmung in die Auswertung einbezogen. Es konnte gezeigt werden, dass die Mehrheit (n = 31; 67,4 %) ihr Verhalten änderte (p = 0,018). Zudem zeigte sich eine signifikante Reduktion der Stresswerte im Zeitverlauf. Der Großteil der Patient*Innen konnte im Verlauf eine Visusverbesserung erzielen, diese stand jedoch nicht im Zusammenhang mit Verhaltensänderungen. Ein Einfluss auf die Rezidivhäufigkeit konnte ebenso nicht nachgewiesen werden.
Schlussfolgerung
Die gewonnenen Ergebnisse weisen darauf hin, dass die meisten Patient*Innen nach der Diagnosestellung einer CCS Verhaltensänderungen vornehmen und ihr Stressempfinden reduzieren. Ein direkter Einfluss auf den Krankheitsverlauf konnte bei diesem Studiendesign nicht nachgewiesen werden.
Schlagwörter
Chorioretinopathia centralis serosa; Verhaltensänderung; Stress; Krankheitsverlauf; Fragebogenstudie; Psychologische Faktoren
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Rauscher, Cornelia
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitäts-Augenklinik
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Ivastinovic, Domagoj; Univ. OA Priv.-Doz. Dr.med.univ. MBA
Mitbetreuer*in (intern)
Wintersteller, Paul; Dr.med.univ.
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