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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
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Bibliografische Informationen
Titel
Klinische Relevanz der onkozytären Transformation im papillären Schilddrüsenkarzinom
Kurzfassung
Einleitung: Onkozytäre Transformation entsteht durch Akkumulation von Mitochondrien mit Defekten in der mitochondrialen DNA. Rezent publizierte Ergebnisse zeigen, dass der Tall-Cell-Subtyp des papillären Schilddrüsenkarzinoms (TCS-PTC) einem onkozytär transformierten Karzinom entspricht. Sowohl der onkozytären Transformation als auch TCS werden aggressives Verhalten und ungünstige Prognosen nachgesagt, obwohl neuere Studien eine differenziertere Betrachtungsweise empfehlen.
Methodik: Inkludiert wurden sämtliche PTCs, die zwischen 1995 und 2014 am Pathologischen Institut der Medizinische Universität Graz diagnostiziert wurden. Die Fälle wurden einerseits HE-morphologisch nach der aktuellen WHO-Nomenklatur reklassifiziert und andererseits mithilfe der mitochondrialen immunhistochemischen Markern Prohibitin und NDUFS4 in onkozytär versus nicht-onkozytär eingeteilt. Beide Einteilungen wurden mit klinisch-pathologischen Parametern korreliert, mit besonderem Augenmerk auf die Lymphknotenmetastasierung.
Ergebnisse: TCS und onkozytäre Tumoren manifestierten in höherem Alter (p<.001), waren größer (p<.001) und häufiger BRAF-mutiert (p<.001). Sie zeigten weniger Psammomkörper (p<.001), eine ausgeprägtere extrathyroidale Ausbreitung (p<.001), wuchsen infiltrativer (p=.026) und waren seltener bekapselt (p<.001). Trotzdem waren sie seltener metastasiert (p=.034) und wenn, waren ihre Metastasen wesentlich kleiner (p<.001). Im Regressionsmodell zeigte sich, dass sie verglichen mit konventionellen Subtypen zu Mikrometastasen neigen (p=.013) und ein geringeres Risiko für klinisch auffällige Metastasen haben (p<.001). Die immunhistochemische Einteilung ermöglichte eine eindeutigere Differenzierung.
Schlussfolgerung: Unsere Studie zeigt, dass TCS bzw. onkozytär transformierte PTCs mit allgemein weniger Metastasierung einhergehen als konventionelle Subtypen, womit die bisher vorherrschende Betrachtung von TCS als „aggressivem“ Subtyp in Frage gestellt wird. Außerdem konnten wir demonstrieren, dass die mitochondriale Immunhistochemie in diesem Zusammenhang höhere Relevanz aufweist als die HE-morphologische Subtypisierung.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
del Fabro, Luca
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Diagnostik & Forschungsinstitut für Pathologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Tsybrovskyy, Oleksiy; Univ. FA Priv.-Doz. Dr.med.univ.
Mitbetreuer*in (intern)
Obermayer-Pietsch, Barbara; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
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