Loading
Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

Wichtigste Meldungen anzeigenMeldungsfenster schließen
Bibliografische Informationen
 Präoperative Evaluierung des iliakalen Verkalkungsgrades vor Nierentransplantation  
 Einleitung: Die Nierentransplantation stellt die optimale therapeutische Intervention für Patient*Innen mit terminalem Nierenversagen dar. Aorto-iliakale Gefäßverkalkungen stellen ein wiederkehrendes Problem bei Nierentransplantationskandidat* Innen dar und können die operative Planung erschweren. Zudem besteht eine Assoziation mit ungünstigen Langzeit-Outcomes. Ziel dieser Arbeit war die Bestimmung der Prävalenz und Schweregrade von Gefäßverkalkungen, deren Einfluss auf die chirurgische Planung und die Auswirkungen auf perioperative und Langzeit-Outcomes.



Methodik: Es erfolgte eine retrospektive Auswertung aller

Nierentransplantationsempfänger*Innen (≥18 Jahre; n=251) am LKH-Universitätsklinikum Graz (2018–2022), welche eine standardisierte CT-basierte

Gefäßverkalkungsevaluierung der Aorta abdominalis sowie der Aa. iliacae communes et externae (bilateral) gemäß institutionellem Protokoll erhalten hatten. Es erfolgte eine deskriptive statistische Auswertung der Daten mittels SPSS.



Ergebnisse: In 73,7% der Fälle war eine Gefäßverkalkung nachweisbar. Die Aorta abdominalis war mit 67,3% am häufigsten betroffen, gefolgt von den Aa. iliacae communes. Es wurde ein hohes Verkalkungsrisiko (Score ≥ 2) bei 31,9% der untersuchten Personen festgestellt. Die präoperativen Empfehlungen bezüglich der Seitenlage wurden in der überwiegenden Anzahl der Fälle umgesetzt. Patient*Innen mit Verkalkung wiesen höhere Raten für Delayed Graft Function, Abstoßungsreaktionen, Graft loss und Mortalität auf. Diese Unterschiede manifestierten sich insbesondere in der Hochrisikogruppe (Score ≥ 2).



Diskussion: Die CT-basierte Graduierung aorto-iliakaler Gefäßverkalkungen hat sich als ein zuverlässiges Instrument zur präoperativen Risikoeinschätzung und chirurgischen Planung erwiesen. Die vorliegende Untersuchung ermöglicht eine sichere Lokalisierung von Anastomosen und erlaubt die Identifikation von Patient* Innen, die ein erhöhtes Langzeit-Komplikationsrisiko aufweisen und einer Nachsorge bedürfen.  
   
 
 –  
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Eichler, Tim
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Chirurgie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Kahn, Judith; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ. MBA
  Hau, Hans-Michael; Ass.-Prof. Dr.med.habil