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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Einfluss von elektrokardiographischen Parametern auf das Ansprechen einer Therapie mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin nach Myokardinfarkt  
 Die EMMY-Studie (EMpagliflozin in acute MYocardial infarction) war eine multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung, an der 476 Patienten kurz nach einem akuten Myokardinfarkt (AMI) teilnahmen. Sie war die erste Studie, die zeigte, dass eine Behandlung mit Empagliflozin zu einer signifikanten Reduktion der NT-proBNP-Werte (N-terminales pro-Brain Natriuretic Peptide) führte und gleichzeitig messbare strukturelle als auch funktionelle kardiale Verbesserungen im Vergleich zu Placebo bewirkte. Dennoch liegen bisher nur sehr wenige Daten darüber vor, ob Basis-EKG (Elektrokardiogramm)-Parameter den Verlauf bei Patienten unter Sodium Glucose Transporter 1-Inhibitoren vorhersagen können.

In dieser Post-hoc-Analyse wurde untersucht, inwieweit Basis-EKG-Messwerte mit strukturellen und funktionellen kardialen Veränderungen als auch Veränderungen von kardialen Biomarkern bei Patienten zusammenhängen, die Empagliflozin erhielten, im Vergleich zu Placebo (n = 181). Insgesamt wurden 181 Patienten eingeschlossen, davon 146 Männer, mit einem Durchschnittsalter von 58 ± 14 Jahren. Die medianen Basis-EKG-Werte betrugen 156 ms (IQR 144-174) für das PQ-Intervall, 92 ms (84-98) für die QRS-Dauer, 453 ms (428-478) für das QTc-Intervall, 45 ms (40-60) für die Q-Wellen-Dauer, 0,40 mV (0,30-0,70) für die Q-Wellen-Amplitude und eine Herzfrequenz von 71 bpm (64-85).

Eine kürzere QRS-Dauer zu Studienbeginn war mit einer stärkeren Abnahme des E/eʹ-Verhältnisses (Verhältnis von transmitralem Einstrom (E) zu Gewebedoppler-Geschwindigkeit des Mitralanulus (Eʹ)) (über die 26-wöchige Nachbeobachtung verbunden (P = 0,005), was auf eine verbesserte diastolische Funktion hinweist. Unter den strukturellen Parametern zeigte nur die Dauer der Q-Welle eine signifikant positive Korrelation mit dem enddiastolischen Durchmesser des linken Ventrikels (P = 0,037). Eine niedrigere Herzfrequenz zu Studienbeginn war mit ausgeprägteren Verbesserungen der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF, P = 0,001), des E/eʹ-Verhältnisses (P = 0,021) und der NT-proBNP-Werte (P = 0,005) assoziiert. Es zeigte sich keine Interaktion der Ergebnisse mit der Empagliflozin-Therapie. Insgesamt konnten die Basis-EKG-Parameter nach einem AMI (akuten Myokardinfarkt) weder Veränderungen der NT-proBNP-Werte noch strukturelle oder funktionelle kardiale Veränderungen über 26 Wochen nach SGLT2-I Therapie vorhersagen.  
   
 
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 Kardiologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Fröschl, Thomas Christian
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Innere Medizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  von Lewinski, Dirk; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.
  Benedikt, Martin; Dr.med.univ. Dr.scient.med.